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Was die Ausgangsbeschränkungen für München bedeuten | BR24

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Wer sich nicht an die neuen Ausgangsbeschränkungen in München und Bayern hält, hat mit einem Bußgeld bis zu 25.000 Euro zu rechnen. Das gab Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter auf der Pressekonferenz bekannt.

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Was die Ausgangsbeschränkungen für München bedeuten

Keine Partys mehr an der Isar oder im Englischen Garten. Auch München setzt die Ausgangsbeschränkungen des Freistaates Bayern eins zu eins um. Auf einer Pressekonferenz erläuterte Oberbürgermeister Dieter Reiter weitere Details.

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Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat bei einer Pressekonferenz die Münchner auf die vom Freistaat Bayern verhängten Ausgangsbeschränkungen eingeschworen und die Maßnahmen im Detail erläutert.

Die Übersichtskarte zu den aktuellen Coronavirusfällen in Bayern finden Sie hier.

Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Krise in München

Besonderen Wert legte Reiter auf das Verbot von Partys an der Isar oder den städtischen Grünanlagen wie dem Englischen Garten. Auch das Grillen in Innenhöfen mit Freunden sei untersagt. Bei Missachtung drohten Bußgelder von bis zu 25.000 Euro.

Wie in ganz Bayern werden auch in München Gaststätten, Bau- und Gartenmärkte, Friseursalons und alle Geschäfte die nicht für den dringendsten Bedarf benötigt würden, geschlossen. Drogerien, Tankstellen, Lebensmittelgeschäfte und Banken blieben hingegen auch weiterhin geöffnet. Gastronomien dürften zudem Mahlzeiten zum Mitnehmen anbieten, diese dürften aber nicht direkt vor dem Laden an etwaigen Tischen verzehrt werden, das gelte auch für Bäckereien.

Insbesondere die Polizei werde die Maßnahmen überwachen und nicht vordringlich der Kommunale Außendienst (KAD).

Kampf gegen Corona in München: Was weiterhin erlaubt ist

Um die Infektionskette zu unterbrechen und die Ausbreitung des Corona-Virus in München zu verlangsamen, seien intensive Schritte notwendig. Wege zur Arbeit, zum Einkauf von Lebensmitteln oder zur Apotheke und dringende Arztbesuche seien nach wie vor erlaubt, auch an die frische Luft oder mit dem Hund raus zu gehen. Allerdings keinesfalls in der Gruppe, sondern nur allein oder mit den Menschen, mit denen man in einer häuslichen Gemeinschaft lebe. Stand jetzt, dürften die Münchner Kioske weiter geöffnet bleiben, so Reiter. Sie gehörten für ihn zum Bereich Lebensmittelversorgung.

Das öffentliche Leben solle auf ein Mindestmaß zurückgefahren werden. Reiter rief die Münchnerinnen und Münchner dazu auf, persönliche Kontakte auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Der Mindestabstand von anderthalb Metern solle unbedingt gewahrt werden. Besuche in Alten- und Pflegeheimen und Krankenhäuser seien untersagt und nur unter folgenden Umständen erlaubt: Bei Sterbefällen, wenn Eltern Kinder im Krankenhaus besuchen wollen oder bei Neugeborenen.

Die Maßnahmen gelten zunächst für zwei Wochen bis zum 3. April. Reiter hätte die Beschränkungen gerne noch vor dem Wochenende umgesetzt. Nach Rücksprache mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder einigte man sich aber auf eine bayernweite Regelung ab Mitternacht, von Freitag auf Samstag. Gemeinsam werde man diese Krise überstehen, sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter.

Frühlingsfest verschoben – noch nicht abgesagt

Das Münchner Frühlingsfest wird nicht wie geplant am 24. April öffnen. Ob es verschoben wird, oder gar abgesagt werden müsse, darüber liefen derzeit die Gespräche. Ob das Oktoberfest stattfinden könne, darüber müsse spätestens bis Juni eine Entscheidung gefällt werden, so Reiter. Im Juni beginnt für gewöhnlich der Aufbau des größten Volksfestes der Welt, der Wiesn.

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