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Was das Wahl-Ergebnis der Grünen für Würzburg bedeutet | BR24

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Bei der Europawahl haben die Grünen die CSU als stärkste Partei in Würzburg abgelöst. Sie konnten 31,2 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Die nächsten Wahlen stehen in Würzburg bereits im kommenden Jahr an.

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Was das Wahl-Ergebnis der Grünen für Würzburg bedeutet

Bei der Europawahl haben die Grünen die CSU als stärkste Partei in Würzburg abgelöst. Sie konnten 31,2 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Die nächsten Wahlen stehen in Würzburg bereits im kommenden Jahr an.

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Schon die Landtagswahlen im Oktober 2018 waren für die Würzburger Grünen ein Erfolg. Patrick Friedl holte für die Grünen das Direktmandat und landete knapp vor CSU-Mann Oliver Jörg. Rund 500 Stimmen machten am Ende den Unterschied. Bei den Gesamtstimmen allerdings lag die CSU in Würzburg damals vor den Grünen. Wenngleich ähnlich knapp: Die CSU kam bei der Landtagswahl auf 30,4 Prozent, die Grünen auf 29,4 Prozent.

Grüne landen vor CSU

Entsprechend groß war der Jubel am gestrigen Wahlabend bei den Würzburger Grünen. In einem Biergarten hatten sie sich getroffen. Schon die bundesweiten Ergebnisse ihrer Partei feierten sie ausgelassen.

Im Laufe des Abends folgten dann die ersten Ergebnisse aus den 163 Wahlbezirken. Gegen 21.30 Uhr stand fest: Die Grünen landen rund zwei Prozent vor der CSU. Das sorgte für Jubel.

Insgesamt schafften es die Grünen auf 31,2 Prozent. Die CSU erhielt rund 29 Prozent der Stimmen.

Kommunalwahlen im März 2020

Auch Martin Heilig von den Würzburger Grünen ist mit dem Ergebnis zufrieden: "Wir bleiben auf dem Teppich, auch wenn er gerade fliegt." Bei den Kommunalwahlen im März 2020 möchte Heilig für das Amt des Oberbürgermeisters kandidieren.

Heilig ist damit Herausforderer von Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU). Er hatte bereits angekündigt, für eine zweite Amtszeit zu kandidieren.

CSU bleibt stärkste Kraft in Unterfranken

Die Wahlergebnisse aus Würzburg lassen sich allerdings nicht auf Unterfranken übertragen. In allen anderen Wahlkreisen blieb die CSU stärkste Partei. In Schweinfurt kam sie beispielsweise auf 35,5 Prozent, in Aschaffenburg auf 32,8 Prozent.

Auffällig ist allerdings: In allen unterfränkischen Kreisen und kreisfreien Städten mussten die CSU und vor allem die SPD Verluste hinnehmen. Die Grünen konnten sich überall über Zuwächse freuen.