BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Warum im Freizeitland Geiselwind nur die Achterbahn fährt | BR24

© Jürgen Gläser/BR-Mainfranken

Die bayerischen Freizeitparks sind derzeit wegen Corona alle geschlossen. Rund 20.000 Arbeitsplätze hängen an der Branche. Fast der Hälfte der Parks könnte nun die Pleite drohen, auch dem Freizeitland Geiselwind im Landkreis Kitzingen.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Warum im Freizeitland Geiselwind nur die Achterbahn fährt

Die bayerischen Freizeitparks sind derzeit wegen Corona alle geschlossen. Rund 20.000 Arbeitsplätze hängen an der Branche. Fast der Hälfte der Parks könnte nun die Pleite drohen, auch dem Freizeitland Geiselwind im Landkreis Kitzingen.

Per Mail sharen

Die Corona-Krise könnte viele Freizeitparks in Deutschland um die Existenz bringen. Matthias Mölter, der Chef des Freizeitlandes Geiselwind im Landkreis Kitzingen, hat im Winter einige Millionen Euro investiert. Er hat neue Fahrgeschäfte gekauft, Spielplätze, Restaurant und Abenteuer-Häuser renoviert. 22 Neuigkeiten gibt es in dem Park an der A3 insgesamt. Gleichzeitig fehlen ihm bereits jetzt einige Millionen Euro Umsatz.

Banken werden nervös - fehlende Förderung

Die Banken werden schon nervös, sagt er. Denn eine Förderung vom Staat gibt es bislang nicht. 130 der insgesamt 200 Mitarbeiter sind bereits da, ein Teil davon in Kurzarbeit. Mölter möchte aber darauf vorbereitet sein, innerhalb von drei Tagen wieder öffnen zu können.

Darum muss die Achterbahn bewegt werden

"Einfach die Leute nach Hause schicken und den Strom abschalten, so einfach geht es nicht!", sagt der Leiter des Vergnügungsparks. Statt dessen müssen viele Fahrgeschäfte, wie die Achterbahn Boomerang, trotz der Schließung regelmäßig bewegt werden.

Warum, das erklärt der technische Leiter Sebastian Gröll: "Diverse bewegliche Teile, unter anderem die Kugellager, dürfen nicht permanent vom kompletten Gewicht belastet werden. Um Schäden zu vermeiden, muss die Bahn alle zwei Tage bewegt werden."

© BR / Jürgen Gläser

Attraktionen im Winterschlaf im Freizeitland Geiselwind

Affen vermissen Besucher

Auch den 76 Affen fehlen die Besucher, weil sie ja regelmäßig von ihnen gefüttert werden. Um sie zu beruhigen, werden sie aus Lautsprechern mit leiser Musik beschallt. "Die Affen fressen dann auch besser, die brauchen wie wir regelmäßige Unterhaltung", sagt Mitarbeiter Lothar Denk.

Konzepte für Wiedereröffnung

Parkleiter Matthias Mölter hofft wie alle anderen bayerischen Betreiber, dass es bald wieder losgeht im Freizeitland Geiselwind. Für den Tag X gibt es bereits Konzepte: Die beinhalten unter anderem das Abstandhalten beim Anstehen und in den Fahrgeschäften, eine Maskenpflicht oder das regelmäßige Reinigen der Attraktionen. Damit, so die Hoffnung, soll ein sicherer Besuch ähnlich wie im Supermarkt möglich werden.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!