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Eine Mund-Nasen-Maske vor dem Landratsamt Rottal-Inn

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    Warnstufe dunkelrot: Neue Maßnahmen im Kreis Rottal-Inn

    Nirgendwo in Niederbayern ist die 7-Tage-Inzidenz höher als im Landkreis Rottal-Inn. Sie liegt am Mittwoch bei 113,6. Im Laufe des Tages wurden 35 neue Infektionen bekannt. Nun treten weitere Maßnahmen in Kraft, teilt das Landratsamt mit.

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    Von
    • Laila Heyne
    • Kathrin Unverdorben

    Zu den Maßnahmen der neuen Regierungserklärung und den schon bestehenden, gelten ab Donnerstag im Landkreis Rottal-Inn weitere Auflagen per Allgemeinverfügung. Diese wurden laut Angaben des Landratsamtes im Einvernehmen mit der Regierung von Niederbayern beschlossen. Der Inzidenzwert am Mittwocht liegt laut Landesamt für Gesundheit (LGL) bei 113,6.

    Maskenpflicht und Alkoholverbot

    An mehreren Plätzen im Landkreis herrscht Maskenpflicht und zwischen 22 und 6 Uhr Alkoholverbot. Betroffen davon sind die Stadt Eggenfelden und der dortige Zentrale Omnisbusbahnhof, Bahnhof und Busbahnhof der Stadt Pfarrkirchen sowie Bahnhof und Busbahnhof der Stadt Simbach am Inn und der Busbahnhof des Marktes Arnstorf.

    Zusätzlich ist an folgenden öffentlichen Straßen und Plätzen zwischen 22 und 6 Uhr der Alkoholkonsum untersagt: In der Stadt Eggenfelden am Stadtplatz, am Schellenbruckplatz und am Sportgelände Birkenallee. In der Stadt Pfarrkirchen im Bereich der Ringallee und im Stadtpark. In der Stadt Simbach am Inn am Kirchenplatz, inklusive Sparkassenplatz.

    Kinder mit Symptomen brauchen Test

    Im Bereich der Kindertagesbetreuung und bei Heilpädagogischen Tagesstätten im Landkreis Rottal-Inn ist das Personal verpflichtet, Mund-Nase-Bedeckungen zu tragen. Es sind feste Gruppen zu bilden und das Betreuungspersonal darf innerhalb der Gruppen nicht ausgetauscht werden. Kinder mit Symptomen dürfen erst wieder betreut werden, wenn sie mindestens 48 Stunden symptomfrei sind und ein negatives Testergebnis vorliegt.

    Hohe Geldstrafen bei Nichteinhaltung der Quarantäne

    Das Landratsamt Rottal-Inn weist die Bevölkerung noch einmal darauf hin, dass eine vom Gesundheitsamt angeordnete Quarantäne zwingend einzuhalten ist. Ein Verstoß gegen die Quarantänepflicht stelle eine Ordnungswidrigkeit dar, die zum Teil mit hohen Geldbußen geahndet werde.

    Im Landkreis Rottal-Inn sind 21 Personen derzeit im Krankenhaus, drei auf der Intensivstation. Es treten zwar laut Landratsamt immer noch neue Fälle auf, die in Verbindung mit den bekannten Hotspots in der Stadt Simbach am Inn stehen - das sind zwei Asylbewerberunterkünfte und das Maria-Ward-Heim, in dem Klosterschwestern leben - größtenteils sei das Infektionsgeschehen jedoch im Moment diffus.

    Angst vor dem Lockdown im Landkreis Rottal-Inn

    Der Landkreis Rottal-Inn hofft nun, durch die neuen Maßnahmen die hohen Zahlen senken zu können, sagte das Landratsamt dem Bayerischen Rundfunk. "Jede Verschärfung von Maßnahmen trifft natürlich die Bürger und die Wirtschaft im Landkreis. Aber wenn uns diese neuen Einschränkungen vor einem Lockdown bewahren, dann sollten wir uns auch daran halten und wir hoffen natürlich inständig, dass diese Maßnahmen auch dazu beitragen können", sagte Mathias Kempf, der Pressesprecher des Landratsamts, im BR-Interview.

    Der Landkreis verzeichnet mit der 7-Tage-Inzidenz von 113,6 einen der höchsten Werte in ganz Bayern. Die bayerische Staatsregierung hat für einen Inzidenzwert von über 100 eine neue, dunkelrote Warnstufe eingeführt.

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