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Die Beschäftigen im öffentlichen Dienst fordern mehr Lohn wie diese Frau bei einer Kundgebung in Würzburg. Heute wird in München demonstriert.
© dpa-Bildfunk/Nicolas Armer
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Die Beschäftigen im öffentlichen Dienst fordern mehr Lohn wie diese Frau bei einer Kundgebung in Würzburg. Heute wird in München demonstriert.

Schloss Nymphenburg und sein Park: Dorthin machen sich heute Mitarbeiter des Freistaates auf. Die Gewerkschaft Verdi hat zum Protest vor der Schlosskulisse in München aufgerufen.

An den Verhandlungstisch geht es Ende Februar

Etwa 700 Beschäftigte werden nach Angaben von Verdi heute zu dem Streik erwartet. Betroffen sind unter anderem die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung, die Universitäten, das Studentenwerk, die Autobahndirektion Südbayern und zwei Gerichte. An den Unikliniken wird gearbeitet – noch, heißt es bei Verdi.

Die Aktionen sollen bayernweit bis zum nächsten Treffen am Verhandlungstisch Ende Februar weitergehen. Die Gewerkschaft fordert für die Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro mehr. Pflegebeschäftigte sollen zusätzlich 300 Euro mehr erhalten.

Unterschiede zu Protestaktionen in der Privatwirtschaft

Nun sind gerade bei den Ländern viele Beamte beschäftigt. Bayern kommt zurzeit auf rund 210.000 in den Gerichten, den Ministerien, im Schuldienst oder bei der Polizei. Tarifkräfte gibt es nur halb so viele. Da lassen sich Aktionen für die Gewerkschaften schwerer organisieren als in der Privatwirtschaft.

Denn Staatsdiener dürfen nicht streiken. Aber auch ihnen kann die Tarifrunde nutzen. Die Gewerkschaften fordern, dass Tarifergebnis per Gesetz auch auf Beamte zu übertragen. Bayern hat das schon in Aussicht gestellt.