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Bayern

Warnstreiks im bayerischen Handel: 30 Firmen betroffen | BR24

© dpa/pa

Schilder "Warnstreik"

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    Warnstreiks im bayerischen Handel: 30 Firmen betroffen

    In der bayerischen Handelsbranche kommt es heute erneut zu Warnstreiks. Betroffen sind nach Angaben der Gewerkschaft Verdi mehr als 30 Firmen im Freistaat. Ganz dicht werden die bestreikten Geschäfte jedoch nicht machen.

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    Geplant sind demnach Arbeitsniederlegungen unter anderem in Filialen von Lidl, Edeka, H&M, Douglas und IKEA. Dass Geschäfte ganz schließen, werde aber wohl nicht passieren, heißt es bei der Gewerkschaft Verdi.

    Weniger Personal und vielleicht weniger Ware

    Allerdings könnte weniger Personal zum Beraten und Kassieren da sein. Auch könnten einige Produkte knapp werden, denn zum Teil sind die Zentrallager der Konzerne, von wo aus die einzelnen Läden mit Ware versorgt werden, Ziel des Streiks.

    Keine Annäherung bei den Tarifverhandlungen

    Bislang sind sich die Tarifpartner in den Verhandlungen in Bayern nicht nähergekommen. Die Arbeitgeber bieten für den Einzel– und auch für den Großhandel jeweils insgesamt ein Gehaltsplus von 2,5 Prozent für zwei Jahre. Verdi fordert dagegen im Schnitt 6,5 Prozent allein für dieses Jahr – und im Einzelhandel grundsätzlich einen Euro mehr pro Stunde. Das halten die Unternehmen für nicht verkraftbar.

    Die Gewerkschaft verweist dagegen darauf, dass die rund 800.000 Beschäftigten im bayerischen Handel etwa in Städten wie München und Nürnberg mit ihren Gehältern derzeit kaum über die Runden kommen. Die Tarifgespräche werden in der kommenden Woche fortgesetzt.