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Warnstreiks bei der Postbank auch in Franken | BR24

© BR/Andi Heinicke

Ein Streikschild der Gewerkschaft Verdi vor dem Eingang einer Filiale der Postbank

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    Warnstreiks bei der Postbank auch in Franken

    Die Gewerkschaft Verdi hat heute erneut zum Streik aufgerufen. Davon betroffen sind auch Filialen der Postbank in Nürnberg. Hintergrund der Streiks sind gescheiterte Tarifverhandlungen für die rund 12.000 Beschäftigte im Bundesgebiet.

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    Nach der dritten Verhandlungsrunde wurde am 9. September das Scheitern der Tarifgespräche bekanntgegeben. Jetzt hat die Gewerkschaft zu Streiks auch in Bayern aufgerufen. Betroffen davon sind auch Postbank-Filialen in Nürnberg.

    Verdi spricht von "inakzeptablen Angebot"

    Die Arbeitgeberseite hatte den Beschäftigten der Postbank eine Lohnerhöhung von 1,7 Prozent zum April nächsten Jahres angeboten, ein weiteres Prozent zum 1. Juli 2021 und 1. Februar 2022. Dies sei eine Erhöhung der Gehälter von durchschnittlich einem Prozent und davor eine neunmonatige Nullrunde, kritisiert die Gewerkschaft. Das sei "inaktzeptabel", so Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck.

    "Das ist kein Angebot, über das wir ernsthaft reden können. Die Beschäftigten, die unter schwierigen Bedingungen gute Erträge für das Unternehmen erwirtschaftet haben, fühlen sich provoziert." Jan Duscheck, Verdi

    Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung der Gehälter um sieben Prozent, mindestens jedoch 200 Euro im Monat oder einen entsprechenden Freizeitausgleich. Die Vergütung der Auszubildenden solle auf 1.000 Euro im ersten Beschäftigungsjahr angehoben werden. Zudem wird eine Angleichung des Urlaubs für Auszubildende auf 30 Tage gefordert. Für alle Mitarbeiter wird ein Anspruch auf Altersteilzeit und auf ein 13. Monatsgehalt gefordert.

    Verhandlungen für 12.000 Beschäftigte bundesweit

    In den Streiks der vergangenen Wochen hätten die Beschäftigten ihre Forderungen an die Arbeitgeber deutlich gemacht. Die Arbeitgeberseite habe den Abbruch der Gespräche und die Urabstimmung provoziert, so Caroline Schenke von Verdi in Nürnberg.

    Verhandelt wird für rund 12.000 Beschäftigte bei Teilen der DB Privat- und Firmenkundenbank AG, Postbank Filialvertrieb sowie der BHW-Kreditservice und weiterer Tochterunternehmen wie die Betriebscenter für Banken, Postbank Service, Postbank Direkt und Postbank Firmenkunden AG.