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Warnstreiks an kommunalen Kliniken | BR24

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An vielen kommunalen Krankenhäusern in Bayern ist heute nur ein eingeschränkter Betrieb möglich, denn die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat zu einem Warnstreik aufgerufen. Ein Notdienst sei aber sichergestellt, heißt es.

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Warnstreiks an kommunalen Kliniken

An vielen kommunalen Krankenhäusern in Bayern ist heute nur ein eingeschränkter Betrieb möglich, denn die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat zu einem Warnstreik aufgerufen. Ein Notdienst sei aber sichergestellt, heißt es.

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Rund 17.000 Ärztinnen und Ärzte arbeiten in Bayern an kommunalen Krankenhäusern. Der Marburger Bund erwartet, dass viele von ihnen beim ersten bundesweiten Warnstreik in der aktuellen Tarifrunde dabei sind. Genau dazu hatte die Ärztegewerkschaft für den heutigen Mittwoch aufgerufen.

Eine Gewerkschaftssprecherin sagte dem Bayerischen Rundfunk, aus dem gesamten Freistaat hätten Ärzte angekündigt, dass sie - statt zu arbeiten - zur zentralen Kundgebung nach Frankfurt kommen wollen.

Notversorgung trotz Warnstreiks in kommunalen Kliniken sichergestellt

Durch Notdienstvereinbarungen sei aber sichergestellt, dass Notfälle behandelt werden. Nicht betroffen sind Privatklinken, Unikliniken oder Krankenhäuser, die von den Kirchen betrieben werden. Die kommunalen Krankenhäuser, bei denen der Tarifkonflikt jetzt in eine neue Phase geht, haben in Bayern mit rund 60 Prozent aber einen besonders hohen Marktanteil.

Marburger Bund will Geld und Entgegenkommen bei den Arbeitszeiten

Die Ärztegewerkschaft fordert unter anderem fünf Prozent mehr Geld. Außerdem sollen die Bereitschaftsdienste begrenzt werden, unter anderem durch mindestens zwei freie Wochenenden im Monat.

Der Verband der kommunalen Arbeitgeber VKA betonte, er sei der Gewerkschaft schon weit entgegengekommen. Dem Marburger Bund wirft der VKA vor, er habe sich vernünftigen Argumenten verschlossen.

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Der "Marburger Bund" ruft alle angestellten und beamteten Ärzte zum ganztägigen Warnstreik auf. Nachmittags dann Mahnwache der Nürnberger Taxifahrer - sie protestieren gegen Pläne von Verkehrsminister Anrdeas Scheuer.