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Warnstreik Nürnberg und Fürth: Staus und teilweise Unverständnis | BR24

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Der 24-Stunden-Streik im öffentlichen Nahverkehr sorgt in Nürnberg und Fürth für Verkehrsbehinderungen. Pendler und Verkehrsteilnehmer reagieren teils mit Verständnis, teils verärgert darüber, dass Busse, Straßen- und U-Bahnen still stehen.

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Warnstreik Nürnberg und Fürth: Staus und teilweise Unverständnis

Der 24-Stunden-Streik im öffentlichen Nahverkehr sorgt in Nürnberg und Fürth für Verkehrsbehinderungen. Pendler und Verkehrsteilnehmer reagieren teils mit Verständnis, teils verärgert darüber, dass Busse, Straßen- und U-Bahnen still stehen.

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Von
  • Daniel Peter
  • Tobias Burkert

Lange Schlangen an den Kreuzungen und dichter Verkehr auf den Straßen in Nürnberg und Fürth sind heute die Folge des Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr. Einige Verkehrsteilnehmer und Pendler hatten Verständnis für den Streik, andere ärgerten sich darüber. Gerade, dass in kurzen Abständen nun zum dritten Mal gestreikt wird, sorgte für Unverständnis bei manchen Betroffenen.

Weniger Arbeitszeit, mehr Nachwuchs durch attraktiveres Angebot

Zum Streik aufgerufen hat in Nürnberg die Gewerkschaft Verdi. Stefan Wolf von Verdi in Nürnberg sagte dem Bayerischen Rundfunk: "Es geht um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen (…), wir verhandeln um die Verkürzung der Wochenarbeitszeit." Man brauche außerdem dringend Nachwuchs, der mit den aktuellen Verträgen nicht zu bekommen sei, so Stefan Wolf. Der Gewerkschaft geht es generell um eine Entlastung der rund 6.300 Fahrer in ganz Bayern. Für die 17.000 Busfahrer von privaten Omnibusunternehmen, deren Verträge Ende Oktober auslaufen, fordert Verdi 3,50 Euro mehr Stundenlohn.

Arbeitgeber zeigen wenig Verständnis

Der Kommunale Arbeitergeberverband Bayern (KAV Bayern) hat wenig Verständnis für den Streik. Man habe ein Angebot abgegeben bei dem unter anderem eine Corona- Sonderzahlung von 300 Euro sowie Entgeltsteigerungen von 3,5 Prozent vorgeschlagen wurden. Außerdem gebe es bereits Entlastungsmöglichkeiten, die man angeboten habe und die man finanziell noch attraktiver gestalten wolle, heißt es vom KAV Bayern.

Keine Busse, Straßen- und U-Bahnen bis Dienstag früh um 4.00 Uhr

In Nürnberg wird noch bis einschließlich morgen früh (27.10.2020) um 4.00 Uhr wieder gestreikt. S-Bahnen und Regionalzüge fahren auch heute nach dem normalen Fahrplan. Bis dahin fahren weder Busse noch U-Bahnen oder Straßenbahnen. Die Verkehrsaktiengesellschaft Nürnberg (VAG) bietet ihren Kunden an, ihre Leihfahrräder heute 60-Minuten kostenlos zu nutzen.

Auch in Fürth fallen viele Verbindungen weg. In Fürth versucht die Verkehrsabteilung Infra Fürth einen reduzierten Fahrplan anzubieten. So sollen die Busse heute nach Möglichkeit im 30- Minuten Takt auf Basis eines modifizierten Nachtbuslinien- Netzes fahren. Morgen soll der öffentliche Nahverkehr in Nürnberg und Fürth laut VAG wieder normal laufen.

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Die Gewerkschaft Verdi hat erneut zum Streik im ÖPNV und im öffentlichen Dienst aufgerufen. In Fürth und Nürnberg reagierten die Pendler teils mit Verständnis, teils verärgert über Verkehrsbehinderungen.

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