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Warnstreik Nahverkehr: Verkehrschaos droht in Nürnberg und Fürth | BR24

© BR/Henry Lai

Busse und Bahnen bleiben am Freitag in Nürnberg und Fürth in den Depots. Verdi hat zum Warnstreik aufgerufen.

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Warnstreik Nahverkehr: Verkehrschaos droht in Nürnberg und Fürth

Kein Bus, keine Straßenbahn, keine U-Bahn – in Nürnberg, Fürth und Erlangen wird heute der öffentliche Nahverkehr bestreikt. Bis 14.00 Uhr soll der Warnstreik dauern. Die Behinderungen dauern aber wohl den ganzen Tag. Auf den Straßen ist viel los.

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Von
  • Karin Goeckel

Wer mit dem Auto zur Arbeit möchte, muss sich in vielen Städten in Bayern auf lange Staus einstellen. In Nürnberg und Fürth hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi die Beschäftigten zum zehnstündigen Warnstreik aufgerufen. Alle Busse und Bahnen bleiben bis 14.00 Uhr in den Depots. Eine zentrale Kundgebung ist laut Verdi nicht geplant. Wegen Corona sollen die Beschäftigten zu Hause bleiben. Die Gewerkschaft will lediglich vor den Depots und Betriebshöfen Streikposten aufstellen.

Für Nürnberg und Fürth kein Notfahrplan

Die Nürnberger VAG hat für die Zeit des Warnstreiks keinen Notfahrplan vorgesehen. Der Verkehr werde komplett eingestellt, teilte die Nürnberger VAG mit. Der Warnstreik soll zwar nur bis 14.00 Uhr dauern, die Verkehrsbetriebe rechnen aber damit, dass die Auswirkungen den ganzen Tag zu spüren sind. "Je nach Verkehrslage kann es über den Nachmittag hinweg zu Unregelmäßigkeiten kommen", so die VAG.

Erfahrung beim letzten Warnstreik: Busse standen lange im Stau

Die Erfahrungen beim Warnstreik vor anderthalb Wochen hätten gezeigt, dass trotz Notfahrplan kein verlässliches Angebot aufrechterhalten werden konnte. Die Busse hätten an Baustellen oder im dichten Verkehr lange im Stau gestanden, so dass es zu massiven Verspätungen gekommen sei. Außerdem sei es kaum möglich gewesen, in den Fahrzeugen Abstand zu halten. Bestreikt wird auch das Kundencenter der VAG am Nürnberger Hauptbahnhof.

Viele Pendler fahren Fahrrad

Die Pendler haben sich offenbar auf die Situation eingestellt. Am Freitagmorgen sind die Bahnhöfe quasi menschenleer. Auf den Straßen in Nürnberg und Fürth ist dafür mehr los. Viele Pendler fahren aber auch mit dem Fahrrad, einem VAG-Leihfahrrad oder dem E-Roller.

© BR/Henry Lai

Beim Warnstreik bleiben die Busse im Depot.

An zwei Schulen in Nürnberg kein Präsenzunterricht

Trotz Streiks findet an den meisten Schulen in Nürnberg, Fürth und Erlangen ganz normaler Unterricht statt. Lediglich das Scharrer-Gymnasium und das Herrmann-Kesten-Kolleg in Nürnberg verzichten auf Präsenzunterricht verzichten. In Erlangen sollen am Morgen und am Mittag zusätzliche Schulbusse eingesetzt werden. Allerdings sei man darauf angewiesen, dass sich einige der städtischen Busfahrer nicht am Streik beteiligen und sich ans Steuer der Schulbusse setzen. "Wir können nicht garantieren, dass das auch klappt", sagte ein Vertreter der Erlanger Stadtwerke.

In Erlangen hat die Nah-VG zum Warnstreik aufgerufen

In Erlangen hat die Nahverkehrsgewerkschaft Nah-VG, die zum DBB gehört, zum Warnstreik aufgerufen. So wie in den Nachbarstädten soll sich auch hier von Betriebsbeginn an bis 14.00 Uhr kein Busfahrer der Stadtwerke hinters Steuer setzen. Anders als in Nürnberg und Fürth wird es in Erlangen allerdings einen Notfahrplan geben, so die Stadtwerke.

Einmal in der Stunde kommt in Erlangen ein Bus

Auf allen Buslinien soll einmal in der Stunde ein Bus fahren. Möglich sei dies, weil die Stadtwerke auch mit privaten Busunternehmen zusammenarbeiteten. Ein Drittel der Busfahrer sei bei diesen Privatunternehmen angestellt, so dass es nicht notwendig sei, zusätzliche Busse zu ordern. Somit fährt laut Erlanger Stadtwerken am Freitag etwa jeder dritte Bus.

Wann welche Busse in Erlangen fahren, sehen Sie hier.

© BR

Ein Warnstreik der Gewerkschaft Verdi hat am Morgen den öffentlichen Nahverkehr in Nürnberg lahmgelegt. Alle Busse und Bahnen blieben in den Depots. Zahlreiche Menschen stiegen aufs Fahrrad oder blieben im Homeoffice.

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