| BR24

 
 

Bild

Zeitung: Main Echo
© BR-Studio Mainfranken/Katja Ortlauf

Autoren

Anke Gundelach
© BR-Studio Mainfranken/Katja Ortlauf

Zeitung: Main Echo

Seit Beginn der Frühschicht am Donnerstagmorgen um 6.00 Uhr wird in der Druckerei des Main-Echos in Aschaffenburg gestreikt. Laut Verdi-Gewerkschaftssekretär Bernd Bauer sind aktuell etwa 20 Beschäftigte im Ausstand. Im Lauf des Tages rechnet er mit rund 50 Streikenden. Der Warnstreik soll bis Samstagmorgen um 6.00 Uhr dauern, also 48 Stunden lang. Betroffen sind der Druck, die Weiterverarbeitung und die Druckvorstufe.

Zeitung erscheint trotzdem

Leser des Main-Echos müssen aber wohl nicht befürchten, dass in den nächsten Tagen keine Zeitung erscheint. Drei Schichtführer würden das übernehmen, wenn auch unter erschwerten Bedingungen, so Bernd Bauer. Sonderdrucke müssten eventuell zeitlich verschoben werden. Weil auch in der Druckvorstufe gestreikt wird, sei es möglich, dass Grafiken und ähnliches wegfallen und die Druckerzeugnisse in etwas einfacherer Ausführung erscheinen.

Fünf Prozent mehr Lohn

Verdi fordert für die Beschäftigten eine spürbare Lohnerhöhung von fünf Prozent in zwölf Monaten. Die Arbeitgeberseite hat bislang eine Einmalzahlung von 400 Euro und eine prozentuale Anhebung der Löhne von 2,4 Prozent ab April 2019 bei einer Laufzeit von 24 Monaten angeboten. Das hält Verdi für inakzeptabel. Die Verhandlungen gehen am Freitagvormittag (19.10.18) weiter.