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Warnstreik und Kundgebung für Gehaltsplus im öffentlichen Dienst | BR24

© BR/Sebastian Wintermeier

Streik-Kundgebung vor der Uniklinik in Regensburg

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    Warnstreik und Kundgebung für Gehaltsplus im öffentlichen Dienst

    Hunderte Beschäftigte aus dem öffentlichen Dienst haben bei einer Kundgebung in Regensburg ihre Forderung nach mehr Lohn bekräftigt. Verdi hatte in der ganzen Oberpfalz zum Warnstreik aufgerufen - von der Straßenmeisterei bis zur Uniklinik.

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    In der Oberpfalz haben am Dienstagmorgen mehrere hundert Beschäftigte des Freistaats ihre Arbeit niedergelegt. Sie beteiligten sich am Warnstreik im öffentlichen Dienst der Länder, zu dem die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hatte. Aus verschiedensten Orten der Oberpfalz fuhren laut Verdi rund 850 Streikende nach Regensburg zur zentralen Kundgebung vor der Uniklinik. Anschließend zogen sie durch die Innenstadt zum Gewerkschaftshaus.

    Zum Streik aufgerufen hatte Verdi unter anderem zahlreiche Mitarbeiter der oberpfälzer Straßen- und Autobahnmeistereien von Schwandorf bis Tirschenreuth, die Mitarbeiter der Wasserwirtschaftsämter Regensburg und Weiden, der staatlichen Bauämter Regensburg und Amberg, zudem Beschäftigte von Bildungseinrichtungen wie der Universität Regensburg und der Ostbayerischen Technischen Hochschule.

    Uniklinik an zwei Tagen betroffen

    Mitarbeiter der Uniklinik Regensburg sollen am Mittwoch sogar nochmal ihre Arbeit niederlegen. Die Patienten müssen sich laut Gewerkschaft Verdi aber keine Sorgen machen. Ein Notdienst sei eingerichtet. Notoperationen sollen auf jeden Fall stattfinden. Dennoch seien Auswirkungen für die Bürgerinnen und Bürger nicht zu vermeiden.

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    Streikende aus der ganzen Oberpfalz kamen nach Regensburg

    Verdi fordert für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. Pflegekräfte sollen zusätzlich 300 Euro mehr im Monat bekommen. Lehrlinge sollen nach der Ausbildung übernommen werden.

    Länder finden Forderung überzogen

    Die Länder hatten diese Forderungen zurückgewiesen. "Eine solche Lohnerhöhung bei einer Inflationsrate von um die 2 Prozent ist völlig überzogen", erklärte der Vorsitzende der Tarifgemeinschaft deutscher Länder, Matthias Kollatz. Die Haushaltskonsolidierung der Länder dürfe nicht durch übertrieben hohe Lohnabschlüsse gefährdet werden. Am Donnerstag findet die dritte Verhandlungsrunde in Potsdam statt. In der Oberpfalz betrifft der Tarifvertrag rund 8.000 Beschäftigte.

    Die Bildungsgewerkschaft GEW beteiligte sich ebenfalls am Warnstreik. Sie hatte angestellte Lehrer und Lehrerinnen zum Ausstand aufgerufen, sowie wissenschaftliche Mitarbeiter und studentische Hilfskräfte an Hochschulen. Die GEW kritisiert befristete Arbeitsverträge, die soziale und finanzielle Unsicherheiten zur Folge hätten.

    Sendung

    Regionalnachrichten aus der Oberpfalz

    Von
    • Marcel Kehrer
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