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Warnstreik bei Wanzl - Beschäftigte wollen Tarifvertrag | BR24

© BR/Joseph Weidl

Die Geschäftsleitung des Leipheimer Einkaufswagenherstellers Wanzl bietet den Beschäftigten zwei Prozent mehr Gehalt oder einen Haustarifvertrag. Die Mitarbeiter fordern aber einen flächengebundenen Tarifvertrag. Deshalb haben sie heute gestreikt.

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Warnstreik bei Wanzl - Beschäftigte wollen Tarifvertrag

Die Geschäftsleitung des Leipheimer Einkaufswagenherstellers Wanzl bietet den Beschäftigten zwei Prozent mehr Gehalt oder einen Haustarifvertrag. Die Mitarbeiter fordern aber einen flächengebundenen Tarifvertrag. Deshalb haben sie heute gestreikt.

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An dem Warnstreik haben sich laut IG Metall mehr als 1.000 Beschäftigte von den Standorten Leipheim und Kirchheim beteiligt. Rund 150 Beschäftige aus Kirchheim sind der Gewerkschaft zufolge nach Leipheim gekommen, um am Demonstrationszug und der Kundgebung teilzunehmen.

Bedauern über den Warnstreik bei Wanzl

Vor dem Warnstreik heute hat sich Wanzl schriftlich dazu geäußert. Man bedauere die Demonstration, sie führe lediglich zu einer Verhärtung der Fronten. Einem Manteltarifvertrag könne man nicht zustimmen, da dieser einen fast zweistelligen Millionenbetrag pro Jahr kosten würde. Das könne sich die Firma nicht leisten. Der Grund: Die Veränderungen am Markt, etwa durch den zunehmenden Online-Handel, und der Wettbewerb mit Firmen aus Niedriglohnländern.

Wanzl bietet mehr Geld oder einen Haustarifvertrag

Wanzl bietet den Arbeitnehmern zwei verschiedene - allerdings befristete - Lösungen an. Lösung eins wäre eine Betriebsvereinbarung mit einer Entgelterhöhung von zwei Prozent, ohne Tarifvertrag. Lösung zwei wäre ein befristeter "Haustarifvertrag". Das ist der Gewerkschaft jedoch zu wenig. Sie möchte einen flächengebundenen Tarifvertrag, der also nicht firmenintern ausgehandelt ist, sondern sich an der Metallbranche insgesamt orientiert. Darin ist dann etwa auch das Weihnachtsgeld verbindlich geregelt.

Gewerkschaft will Gespräche nach den Warnstreiks

Nach dem Warnstreik will die IG-Metall nochmals Gespräche mit der Geschäftsleitung erreichen. Weitere Streiks seien nicht ausgeschlossen, hieß es.