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Warnstreik bei Bionade: 30 Mitarbeiter legten die Arbeit nieder | BR24

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Die gesamte Produktionsschicht vom Limonadenhersteller Bionade hat sich an einem zweistündigen Warnstreik beteiligt. Die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten hatte dazu aufgerufen und will damit Druck auf das Unternehmen ausüben.

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Warnstreik bei Bionade: 30 Mitarbeiter legten die Arbeit nieder

Die gesamte Produktionsschicht vom Limonadenhersteller "Bionade" hat sich an einem zweistündigen Warnstreik beteiligt. Die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten hatte dazu aufgerufen und will damit Druck auf das Unternehmen ausüben.

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"Das offizielle Getränk einer besseren Welt!" - mit diesem Slogan hat Bionade einst um Kundschaft für ihr Getränk geworben. Der neueste Werbespruch lautet "Weil ehrlich gut". Eine bessere Welt hätten einige Mitarbeiter offenbar auch gerne. 30 der insgesamt 110 Mitarbeiter haben deshalb beim unterfränkischen Limonaden-Hersteller Bionade in Ostheim vor der Rhön für zwei Stunden ihre Arbeit niedergelegt und gestreikt. Die gesamte Produktionsschicht des Unternehmens "Bionade" mit gut 30 Mitarbeitern habe sich am Nachmittag an dem Warnstreik beteiligt. Das sagte Ibo Ocak, der Geschäftsführer der Gewerkschaft "Nahrung Genuss Gaststätten" für Unterfranken, kurz NGG, auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks. Die NGG hatte zum dem Warnstreik aufgerufen.

Bionade gleicht Löhne bisher nicht an

Das Unternehmen "Bionade" mit Sitz in Ostheim vor der Rhön im Landkreis Rhön-Grabfeld beschäftigt rund 110 Mitarbeiter. Die Gewerkschaft will mit dem Warnstreik einen Tag vor der zweiten Verhandlungsrunde Druck auf den Arbeitgeber ausüben. Wie Ocak in einer Pressemitteilung schreibt, habe "Bionade" bislang argumentiert, dass das Unternehmen eine Angleichung der Löhne und Gehälter an den Flächentarifvertrag für die Erfrischungsgetränke- und Mineralbrunnenindustrie in Bayern nicht bezahlen könne.

Auftragslage auch in Corona-Zeiten gut

Die letzte Verhandlung am 20.7. in Würzburg wurde laut Ocak nach drei Stunden abgebrochen. Zum 30.06.2020 war bei "Bionade" ein Haus-Entgelt-Tarifvertrag ausgelaufen. Bei dem lag laut NGG der Lohn eines Facharbeiters 231,50 Euro unter dem Niveau des Flächentarifvertrags. Laut NGG ist die Auftragslage bei der „Bionade“ auch während der Corona-Pandemie sehr gut. Das Unternehmen verzeichne im Vergleich zum Vorjahr zweistellige Wachstumsraten. „Bionade“ schafft es kaum, die hohe Nachfrage der Konsumenten zu befriedigen, so Ocak.

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