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Warnstreik bei Banken in Mittelfranken | BR24

© picture alliance/dpa

Um den Druck auf die Arbeitgeber in den laufenden Tarifverhandlungen zu erhöhen, sind heute in Mittelfranken die Beschäftigten der Banken erneut zum Warnstreik aufgerufen. Das Angebot der Arbeitgeber lehnt Verdi ab.

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Warnstreik bei Banken in Mittelfranken

Heute und morgen sind die Bankbeschäftigten in Bayern zum vierten Mal aufgerufen, sich an den Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi zu beteiligen. In Nürnberg werden rund 300 Teilnehmer erwartet.

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Die Bankbeschäftigten starten ihren Protest heute Mittag am Lorenzer Platz mit einer symbolischen Aktion: Sie waschen ihre Geldbeutel im Tugendbrunnen für eine "rosige Zukunft", so die zuständige Gewerkschaftssekretärin Steffi Schulze von Verdi Mittelfranken.

Mehrere Warnstreikaktionen

Schulze geht davon aus, dass am Nachmittag und vor allem am Donnerstag zahlreiche Bankfilialen in Nürnberg und Mittelfranken ganz oder zeitweise bestreikt werden und Kunden vor geschlossenen Türen stehen werden oder mit Wartezeiten zu rechnen haben. Deutschlandweit laufen derzeit verschiedene Aktionen. Sie sollen den Druck auf die Arbeitgeber vor der fünften Verhandlungsrunde erhöhen.

Verdi kritisiert Arbeitgeberangebot

Laut Schulze führt das bisherige Arbeitgeberangebot von durchschnittlich 1,16 Prozent bei einer Laufzeit von 36 Monaten bis 2021 zu insgesamt fünf Jahren mit Reallohnverlusten für die Beschäftigten.

„Mit maßvollen Gehaltserhöhungen und Arbeitsleistungen an der Belastungsgrenze haben die Beschäftigten in den letzten 33 Monaten zur Stabilisierung der Bankenbranche beigetragen. Nun ist es an der Zeit, die negative Gehaltsentwicklung zu stoppen.“ Steffi Schulze, Verdi Mittelfranken

In Mittelfranken sind laut Schulze rund 35.000 Beschäftigte privater Banken, wie der Bayerischen Landesbank, der Commerzbank, UniCredit Services S.C.p.A. und der UniCredit Bank AG, betroffen.