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Warmer Winter ohne Auswirkungen auf Völkl | BR24

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Trotz der hohen Temperaturen verzeichnet Völkl, der einzige deutsche Skihersteller, ein deutliches Umsatzplus.

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Warmer Winter ohne Auswirkungen auf Völkl

Trotz der hohen Temperaturen verzeichnet Völkl, der einzige deutsche Skihersteller, ein deutliches Umsatzplus. Die Auftragsbücher füllen sich und wie in den vergangenen Jahren hat das Unternehmen mit Sitz in Straubing auch 2020 hohe Investitionen.

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Der warme Winter hat offenbar keine Auswirkungen auf den einzigen Skihersteller in Deutschland. Der Skihersteller Völkl, der im niederbayerischen Straubing ansässig ist, erwartet vor allem in den USA ein deutliches Umsatzplus, so Produktionsleiter Helmut Jakoby. Denn in den Skigebieten in Österreich, Frankreich und der Schweiz liege genügend Schnee.

Weltweite Absatzmärkte sichern Bestehen

Produktionsleiter Jacoby gibt zwar zu, dass die Schneelage vor allem im Bayerischen Wald besser sein könnte, aber "ich habe noch nie erlebt, dass auf allen Kontinenten der Winter schlecht war", so Jakoby. Und Völkl sei ein international gut aufgestelltes Unternehmen mit Absatzmärkten auf der ganzen Welt.

Millioneninvestitionen in Standort Straubing

Bereits im vergangenen Jahr hatte das Traditionsunternehmen Völkl Millionen in den Standort Straubing investiert und will auch dieses Jahr weitere Produktionsstraßen modernisieren. Dafür sei ein Millionenbetrag eingeplant, so Jacoby. Die Investitionen seien auch ein Standortbekenntnis für Straubing.

"Die Arbeitsplätze sind garantiert, die Auftragsbücher füllen sich gut. Wir sind mehr als optimistisch, dass das so weiter geht", Produktionsleiter Helmut Jakoby.

Jährlich wird eine halbe Million Paar Ski produziert

Völkl ist der einzige Skihersteller Deutschlands. Das Traditionsunternehmen, bei dem über 400 Mitarbeiter angestellt sind, wird 2023 sein hundertjähriges Bestehen feiern. Heute werden auf 12.000 Quadratmetern Produktionsfläche nahezu eine halbe Million Paar Ski jährlich in Straubing hergestellt, die weltweit verkauft werden.

Völkl entstand aus Kutschenmacherei

Der Skihersteller Völkl ging aus einer Kutschenmacherei hervor. 1884 hatte Georg Völkl das Unternehmen gegründet. Den ersten Ski baut Völkl 1923 unter dem Namen "Vöstra". In den Folgejahren entwickelt sich daraus eine der weltweit bekanntesten Skimarken. Vor allem Franz Völkl jr., der 1952 die Ski-Manufaktur übernahm, gilt als Tüftler und innovativer Unternehmer.

Ski besteht aus 15 Lagen

Franz Völkl jr. revolutioniert mit dem "Renntiger" das Design der Skier und experimentiert als erster Skihersteller mit Carbon, um die Skier leichter und stabiler zu machen. Inzwischen gelten Skier aus dem Hause Völkl als "High-Tech-Entwicklungen", die aus bis zu 15 Lagen unterschiedlicher Materialien bestehen. Bis heute aber besteht der Kern eines Völkl-Skis aus Holz.

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