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Wann darf man Urnen in ein anderes Grab umbetten? | BR24

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Symbolbild: Die Urnenhalle auf dem Nordfriedhof an der Ungererstraße in München

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    Wann darf man Urnen in ein anderes Grab umbetten?

    Wann darf man Urnen in ein anderes Grab umbetten? Darüber verhandelt das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Angestoßen wurde die Frage durch die Stadt Olching (Landkreis Fürstenfeldbruck). Sie hatte die Ruhezeit für Urnen auf zwei Jahre festgelegt.

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    Das Bundesverwaltungsgericht befasst sich mit den Mindestruhezeiten für Urnengräber. Im konkreten Fall geht es um eine Klage gegen die Friedhofssatzung der Stadt Olching (Landkreis Fürstenfeldbruck).

    Olchinger Rechtsanwältin klagt gegen Friedhofssatzung

    Diese hatte die Ruhezeit für Urnen mit Ascheresten Verstorbener in Gräbern und Urnennischen auf zwei Jahre festlegt. Danach ist eine Umbettung der Urnen in ein anonymes Urnen-Sammelgrab auf dem Friedhof möglich. Die Ruhezeit für Leichen in Särgen beträgt indes zehn Jahre.

    Klägerin ist eine Olchinger Rechtsanwältin. Sie sieht in der kurzen Urnen-Ruhezeit den postmortalen Persönlichkeitsschutz und das Gebot der Totenruhe verletzt.

    Bayerischer Verwaltungsgerichtshof wies Klage ab

    Die Vorinstanz, der Bayerische Verwaltungsgerichtshof, hatte die Klage im Januar 2018 abgewiesen. Die Begründung: Es handele sich nicht um eine entwürdigende Behandlung der sterblichen Überreste. Die Angehörigen müssten für eine Auflösung des Grabes auch ihre Zustimmung erteilen.

    Nur in Ausnahmefällen greife tatsächlich die Mindestruhefrist von zwei Jahren. Zudem sichere eine pietätvolle Umbettung der Urne in ein Sammelgrab eine würdevolle Aufbewahrung der sterblichen Überreste für die Zeit nach Beendigung der privaten Grabpflege.