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Wandern im Herbst: Kurze Tage, kurze Touren | BR24

© BR/Michael Düchs

Wanderer auf dem Kofel bei Oberammergau

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Wandern im Herbst: Kurze Tage, kurze Touren

Klare Luft, goldenes Licht - der Herbst lockt viele Wanderer ins Gebirge. Der Alpenverein hat einige Tipps für sichere Touren zusammengestellt – gutes Wetter, gute Ausrüstung und gute Planung gehören dazu.

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Der "Goldene Herbst", das ist nach dem Sommer die zweite Hochsaison in den Bergen. Stabiles Hochdruckwetter lockt an Wochenenden die Ausflügler in Scharen zum Wandern. Der Deutsche Alpenverein (DAV) weist auf einige Besonderheiten für die Tourenplanung im Herbst hin - das Wetter spielt natürlich eine große Rolle.

Die meisten Berghütten in den mittleren Höhenlagen haben bis Mitte Oktober geöffnet, bei schönem Wetter sogar länger. Beispiel Brunnenkopfhütte in den Ammergauer Alpen: Sie schließt voraussichtlich am 13. Oktober, bei schönem Wetter eine Woche später. Eine Übersicht über die Öffnungszeiten von beliebten Hütten gibt der DAV hier. Ein Blick auf die Hüttenhomepage oder ein Anruf beim Hüttenwirt empfiehlt sich auf jeden Fall, da sich die Öffnungszeiten kurzfristig verschieben können.

Kurze Tage, kurze Touren, lange Klamotten

Anfang Oktober geht die Sonne zwei Stunden früher unter als im Juli, daher plant man besser gleich eine kürzere Tour. Für alle Fälle sollte eine leistungsfähige Stirn- oder Taschenlampen in den Rucksack. Trotzdem: Auch mit „Hirnbirn“ ist es kein Vergnügen, bei Dunkelheit durch steiles Gelände zu tappen.

Während im Tal noch T-Shirt-Wetter herrscht, kann es oben schon winterlich sein. Deshalb kommt zusätzlich zur normalen Bergwander-Ausrüstung warme Kleidung mit auf die Tour: Ein Shirt zum Wechseln, damit man im Wind nicht auskühlt. Fleecepulli oder leichte Daunenjacke, Mütze und Handschuhe helfen nicht nur im Notfall, sondern machen auch Pausen komfortabler.

Schon in niedrigen Lagen können schattige Wege feucht und damit rutschig sein. Weiter oben müssen Wanderer und Bergsteiger mit verschneiten oder vereisten Stellen rechnen. Wer also Touren in höheren Lagen plant, sollte an Grödel oder Steigeisen und Gamaschen denken.

Wetter checken

Keine Tourenplanung ohne Wetterbericht, am besten ist natürlich ein spezieller Berg-Wetterbericht. Einen Überblick über die Bayerischen Alpen, Österreich und Südtirol gibt das BR Bergwetter. Immer samstags im Rucksackradio auf Bayern 2 erläutern Experten von der Wetterdienststelle in Innsbruck das Wetter im Alpenraum. Sie weisen auch auf besondere, möglicherweise kritische, Lagen hin.

Ausführlich geht der Wetterbericht auf Alpenverein.de auf einzelne Orte und Regionen ein. Außerdem gibt der Bergbericht des DAV immer donnerstags einen Überblick über das kommende Wochenende.

Vorbereitet für den Notfall

Wer im Gelände einen Notruf absetzt, kann den Rettungskräften oft nicht genau beschreiben, wo er sich befindet. Die Notruf-App "SOS-EU-Alp" verbindet nicht nur automatisch mit der nächstgelegenen Leitstelle, sondern verschickt mit nur einem Klick die Positionsdaten an die Retter – zumindest in Bayern, Tirol und Südtirol. Voraussetzung sind natürlich Mobilfunkempfang und ein Handy mit geladenem Akku.

Tourentipps

Der DAV hat eine Liste von Bergtouren zusammengestellt, die bei passendem Wetter im Oktober gut machbar sind. Einige der Vorschläge sind als Zweitagestouren ausgelegt. Rucksackradio und Bergauf-Bergab, die Bergsteiger-Sendungen des Bayerischen Rundfunks, haben ebenfalls viele Tourenvorschläge gesammelt.

© BR

Zum Start in die Wandersaison war das Bergauf-Bergab-Team in den Ammergauer Alpen unterwegs. Von Oberammergau ging es über Kofel, Sonnenberg und Pürschling zur Brunnenkopfhütte mit Hüttenwirt Luis Baudrexl.