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Wanderer nach Katastrophenfall in Grainau ausgeflogen | BR24

© BR Martin Breitkopf

Nach den schweren Unwettern vom Wochenende mussten in Grainau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen rund 60 Wanderer mit Hubschraubern von der Höllentalangerhütte ausgeflogen werden. Ihnen war durch das Unwetter der Weg abgeschnitten worden.

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Wanderer nach Katastrophenfall in Grainau ausgeflogen

Nach den schweren Unwettern in der Nacht auf Sonntag sind in Grainau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen 61 Wanderer mit Hubschraubern von der Höllentalangerhütte ausgeflogen worden. Wegen zerstörter Brücken und Wege kamen sie nicht weiter.

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Es war ein Wettlauf gegen die Zeit: Nach starken Niederschlägen konnten die Hubschrauber in einer kurzen Regenpause zur Höllentalangerhütte fliegen. Ein Abstieg wäre für die rund 61 Wanderer zu gefährlich gewesen, heißt es von der Einsatzleitung. Ein Transporthubschrauber der Bundespolizei und ein Polizeihubschrauber fungierten als Luftbrücke und innerhalb einer Stunde waren die Wanderer wieder gesund und wohlbehalten im Tal.

Katastrophenfall mittlerweile wieder beendet

Die Unwetter in der Nacht zum Sonntag haben das Gebiet um Grainau bei Garmisch-Partenkirchen schwer getroffen. Der Bürgermeister hat zeitweilig den Katastrophenfall ausgerufen. Der Grund: Wanderer saßen fest und mussten per Hubschrauber ausgeflogen worden. Mittlerweile ist die Rettungsaktion abgeschlossen und der Katastrophenfall ist wieder aufgehoben.

Den Wanderern sei durch die Schäden, die das Unwetter anrichtete, der Rückweg abgeschnitten gewesen, erklärte der Bürgermeister von Grainau, Stephan Märkl, dem BR. Um die Rückholaktion ohne Probleme abwickeln zu können, habe er den Katastrophenfall ausgerufen.

© BR

In der vergangenen Nacht haben sich über Bayern zum Teil heftige Unwetter entladen. Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen wurde sogar der Katastrophenfall ausgerufen. 61 Wanderer mussten von einer Berghütte gerettet werden.

© BR24-Leser Hermann Karpfinger

Großeinsatz in Hammersbach, Gemeinde Grainau bei Garmisch-Partenkirchen

© BR24-Leser Hermann Karpfinger

Der Hammersbach war über die Ufer getreten. In der Nähe ist auch eine Mure abgegangen.

© BR24-Leser Hermann Karpfinger

Häuser und Hotels wurden in der Nacht evakuiert.

© BR24-Leser Hermann Karpfinger

Touristen musste die Nacht im Kurhaus verbringen.

250 Menschen nach Unwetter evakuiert

In der Nacht auf Sonntag mussten im Grainauer Ortsteil Hammersbach rund 250 Anwohner ihre Häuser verlassen, weil der Hammersbach massiv über die Ufer getreten war und kleinere Muren abgegangen waren. Keller liefen voll, verletzt wurde niemand. Inzwischen ist das Wasser zurückgegangen, die Menschen durften wieder in ihre Häuser zurück. Das ganze Ausmaß des Schadens soll am Montag begutachtet werden.

Rund 200 Kräfte von Feuerwehr, Wasserwacht, Bergwacht und Rettungsdienst aus der gesamten Umgebung waren im Einsatz. Durch das zuständige Wasserwirtschaftsamt wurden umgehend Sicherungsmaßnahmen veranlasst. "Die Einsatzkräfte haben tolle Arbeit geleistet", lobte BR24-Leser Hermann Karpfinger die Helfer von Feuerwehr und Polizei.

Höllentalklamm nach Unwetter gesperrt

Derzeit sind die Wege von Hammersbach Richtung Höllentalklamm gesperrt. Durch den ergiebigen Regen seien Sicherungsseile und Geländer in der Klamm erheblich beschädigt worden, sagte Bernhard Ostler, Klammreferent der Sektion Garmisch-Partenkirchen des Deutschen Alpenvereins dem BR.

Der Alpenverein appelliert an Wanderer, die Höllentalklamm derzeit nicht zu betreten. Da befürchtet wird, dass weiterhin Geröll oder Muren abgehen, bestehe Lebensgefahr, so Ostler. Außerdem seien Straßen und Wege durch umgestürzte Bäume, Geröll und Steine blockiert, eine Brücke sei durch das Unwetter weggespült worden. Wann die Höllentalklamm wieder zugänglich ist, sei derzeit unklar.

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