Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Wanderer löst nach seiner Rettung Serien-Unfall aus | BR24

© BR

Ein Bergwanderer aus Nordrhein-Westfalen hat die Nacht auf Montag im Lattengebirge verbringen müssen, bevor die Bergwacht ihn fand. Nach seiner Rettung verursachte der Mann dann einen Verkehrsunfall, bei dem sieben Menschen verletzt wurden.

16
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Wanderer löst nach seiner Rettung Serien-Unfall aus

Ein Bergwanderer aus Nordrhein-Westfalen hat die Nacht auf Montag im Lattengebirge verbringen müssen, bevor die Bergwacht ihn fand. Nach seiner Rettung verursachte der Mann dann einen Verkehrsunfall, bei dem sieben Menschen verletzt wurden.

16
Per Mail sharen
Teilen

Es war nicht sein Tag: Ein 67-jähriger Urlauber aus Nordrhein-Westfalen musste am Montag zunächst von der Bergwacht in einer aufwendigen Aktion am Poschberg bei Schneitzlreuth im Berchtesgadener Land gerettet werden. Erst nach über 15 Stunden brachte man ihn unverletzt ins Tal.

Serienunfall mit sieben Verletzten

Nach seiner Rettung wollte der Westfale dann mit seinem Auto vom Waxries-Parkplatz auf die B21 einbiegen - und löste eine Unfallserie aus. Sein Wagen stieß mit einem anderen Auto zusammen. Der Fahrer eines weiteren Autos sah den Unfall und bremste ab, woraufhin ein Lastwagen auf ihn auffuhr.

Laut BRK Berchtesgadener Land wurden insgesamt sieben Auto-Insassen leicht bis mittelschwer verletzt. Alle kamen in umliegende Krankenhäuser und Kliniken. Unter den Leichtverletzten ist auch der Mann aus Westfalen.

Rettung am Poschberg

Zuvor hatte sich der 67-jährige Wanderer am Poschberg in sehr steilem und unübersichtlichen Gelände verstiegen und war ohne Licht nicht mehr weiter gekommen. Am Sonntagabend setzte er einen Notruf ab. Laut BRK Berchtesgadener Land war keine Handyortung möglich, lediglich Rufkontakt wurde hergestellt. Die Besatzung eines nachtflugtauglichen und mit Wärmebildkamera ausgestatteten Polizeihubschraubers musste gegen Mitternacht wegen starken Windes wieder umkehren.

Mann konnte mittags ins Tal gebracht werden

Am Montagmorgen wurde der Vermisste von einem Traunsteiner Rettungshubschrauber zwar gesichtet, wegen Nebels konnte er den Mann aber nicht erreichen. Erst gegen 11.30 Uhr schaffte es eine Bergwachtmannschaft, zu Fuß trotz Regens und Nebels zu dem Mann zu kommen und ihn dann seilgesichert aus dem gefährlichen Gelände zu bringen. An der Rettungsaktion waren Bergwachttrupps aus Bad Reichenhall, Freilassing und Teisendorf-Anger beteiligt.

Nur kurz nach seiner Rettung stürzte der 67-Jährige dann aber mit dem Autounfall ins nächste Unglück.

© BR

Über 15 Stunden lang haben Einsatzkräfte der Bergwacht einen Wanderer aus Nordrhein-Westfalen im Lattengebirge im Landkreis Berchtesgadener Land gesucht – und unverletzt gefunden. Im Einsatz waren auch zwei Hubschrauber und eine Wärmebilddrohne.