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Waldschule soll Kindern die Natur näherbringen | BR24

© BR/Nadine Cibu

Grundschulkinder besuchen die "Waldschule": Bei Ausflügen lernen Kinder in Begleitung von Waldpädagogen unterschiedliche Baumarten kennen und erleben den Wald mit allen Sinnen.

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Waldschule soll Kindern die Natur näherbringen

Das bayernweite Projekt "Die Waldschule" soll Natur erlebbar machen. Bei Ausflügen lernen Kinder in Begleitung von Waldpädagogen unterschiedliche Baumarten kennen und erleben den Wald mit allen Sinnen. So auch in Wittibreut im Kreis Rottal-Inn.

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Nicht nur Handy und Tablet - auch Natur kann für Kinder spannend sein. Das bayernweite Projekt "Die Waldschule" macht Natur für Kinder erlebbar. Bei Ausflügen in die heimischen Wälder lernen Kinder in Begleitung von Waldpädagogen Pilze, Bäume und Eichhörnchen kennen.

Das Bäume-Tasten ist Teil des Projektes der Baywa Stiftung: Bayernweit können sich Schulen auf so einen aktiven Projekttag bewerben. 43 Schulen nehmen bereits am Projekt teil, nun auch die Grundschule in Wittibreut im Kreis Rottal-Inn.

Kinder verlieren den Bezug zum Wald

Ziel des Projektes ist es, den Kindern das Ökosystem Wald spielerisch näherzubringen und ihnen wieder mehr Verbundenheit zur Natur zu vermitteln. Geführt werden die Kids in Wittibreut von Katharina Brändlein. Sie ist Försterin der Waldschule der Baywa Stiftung. Mit vielen praktischen Beispielen zeigt Brändlein den Kindern, dass es zahlreiche Parallelen zwischen der Natur und unserem Alltag gibt.

"Wenn ich wandern gehe und einfach nur durch den Wald laufe, bekommen die Kinder gar keinen richtigen Bezug zur Natur. Deshalb sollen die Kinder die Bäume mal anfassen, daran riechen - das ist einfach ganz anders." Katharina Brändlein, Försterin

Die Försterin konnte in den letzten Jahren beobachten, wie immer mehr Kinder den Bezug zur Natur verlieren. Nicht selten habe sie junge Teilnehmer, für die der Wald etwas völlig Neues sei: "Viele Kinder gehen gar nicht mehr in den Wald, je nachdem, wo sie leben", erklärt Brändlein. "Am Projekttag sind immer wieder Kinder dabei, die sind zum Beispiel zehn Jahre alt und waren noch nie in einem Wald."

© BR/Nadine Cibu

Die Kinder dürfen ihr eigenes Bäumchen pflanzen

"Die Waldschule" erhält Auszeichnung der Vereinten Nationen

Drei Stunden lang erkunden die Grundschüler den heimischen Wald. Dabei dürfen die Jungen und Mädchen mal Eichhörnchen spielen und Nüsse verstecken oder einen großen Sitzkreis aus dicken Ästen bauen. Die Drittklässler können so die Vielfalt der Natur selbst ergründen.

Der ganzheitliche Ansatz des Projekts "Die Waldschule" erhielt im Rahmen eines Sonderwettbewerbs der Vereinten Nationen den Preis "UN-Dekade Biologische Vielfalt 2019". Die Begründung: Das Projekt ermögliche Kindern heimische Wälder zu ergründen und dabei spielerisch mehr über Natur, Lebewesen aber auch Umwelt zu erfahren.

Bereits 800 Bäume gepflanzt

Nach knapp drei Stunden Programm gibt es noch ein besonderes Highlight: Die Kinder dürfen ihr eigenes Bäumchen pflanzen. Dafür hacken und graben die Mädchen und Jungs selbst tiefe Löcher, so lange, bis die Pflanze sicher in der Erde steckt. In Wittibreut ragen am Ende des Projekttages 30 kleine Ulmen aus der Erde. "Die Waldschule" soll dadurch nicht nur einen Tag lang dauern: Ab jetzt können die Wittibreuter Grundschüler ihren eigenen Baum immer wieder besuchen und so ihren ganz eigenen Beitrag zur Umwelt "wachsen" sehen.

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