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Waldschäden in Oberfranken nehmen weiter zu | BR24

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Die Trockenheit schadet Frankens Wäldern.

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Waldschäden in Oberfranken nehmen weiter zu

Die Schäden an Bäumen in oberfränkischen Wäldern nehmen immer weiter zu. Durch die Trockenheit werden heimische Baumarten wie Fichten, Kiefern und Buchen geschwächt und können sich so nicht mehr gegen Insekten wehren.

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Aufgrund der Trockenheit nehmen die Schäden in oberfränkischen Wäldern weiter zu. In diesem Jahr hat es seit März kaum Niederschläge gegeben. Bereits die Jahre 2018 und 2019 seien ungewöhnliche Trockenjahre gewesen, erklärt Stephan Keilholz der Forstbetriebsleiter der Bayerischen Staatsforsten.

Schadholz durch Trockenheit

Viele Baumarten, wie Fichten, Kiefern und Buchen seien bereits vorgeschädigt. Durch die erneute Trockenheit können sich die Bäume nicht mehr gegen Insekten, wie den Borkenkäfer wehren und sterben ab. Stephan Keilholz schätzt, dass pro Jahr 100.000 Kubikmeter Fichtenschadholz im Forstbetrieb Forchheim anfallen werden. Bei der Kiefer werden es etwa 30.000 Kubikmeter sein und bei der Buche über 10.000.

"Eine derartige Schadholzmenge bei allen Baumarten hatten wir noch nie." Stephan Keilholz, Forstbetriebsleiter Bayerischen Staatsforsten

Zukunft: Bäume aus südlicheren europäischen Ländern

Künftig sollen in der Region Baumarten aus südlicheren europäischen Ländern eingesetzt werden, wie zum Beispiel Buchensaatgut aus Italien und Kroatien und die Esskastanie. Ziel sei es, dass auf einer Waldfläche mindestens vier verschiedene Baumarten wachsen. Fichten und Kiefernwälder würden der Vergangenheit angehören.