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Weitere Firma will im Neuburger Wald erweitern | BR24

© pa/dpa

Symbolbild: Bauarbeiten im Neuburger Wald

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    Weitere Firma will im Neuburger Wald erweitern

    In Neuburg am Inn im Kreis Passau will eine weitere Firma ihren Betrieb erweitern - und zwar im Bannwald. Hierfür müssten Bäume gefällt werden. Die Firma habe bereits Ausgleichsflächen gekauft, so der Firmenchef.

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    Ein weiterer Betrieb in Neuburg am Inn (Lkr. Passau) will im Bannwald erweitern. Das bestätigt Bürgermeister Wolfgang Lindmeier (CSU) dem Bayerischen Rundfunk. Demnach will die Recyclingfirma AREG ihren Betrieb erweitern, dabei geht es um 1,2 Hektar Bannwald. Für das Projekt müssten Bäume weichen.

    Recyclingfirma braucht mehr Platz

    Wie Firmenchef Otto Ammermüller auf Anfrage erklärt, bräuchte der Betrieb aufgrund von neuen Anforderungen des Gesetzgebers mehr Platz zum Sortieren und Behandeln des Materials. Eine Ausgleichsfläche für die Rodung sei bereits gekauft, so Ammermüller. Außerdem seien die Bäume, die gefällt werden müssten, ohnehin vom Borkenkäfer befallen.

    Wie Bürgermeister Lindmeier im BR-Gespräche sagte, schicke man die Erweiterungspläne der Firma AREG nun ins Genehmigungsverfahren. Am kommenden Montag werde hierzu eine Gemeinderatssitzung abgehalten.

    Firmenerweiterung: 18 Hektar Bannwald roden

    Erst kürzlich geriet eine Logistik-Firma aus Neuburg am Inn in die Kritik: Die Firma will ebenfalls im Neuburger Wald bauen. Im Zuge dessen müssen hier 18 Hektar Bannwald gerodet werden. Naturschützer sind gegen die Waldrodung. Ende August protestierten rund 200 Teilnehmer der "Fridays-For-Future"-Bewegung gegen die Pläne von Brummer Logistik.

    Gegen Kritik: Bürgerversammlung

    Die Firma hat sich gegen die Kritik gewehrt: In einer mehrseitigen Stellungnahme verweist das Unternehmen unter anderem auf die Ausgleichsflächen, die nach der Rodung wieder aufgepflanzt werden sollen. Am 17. Oktober will die Firma ihre Pläne in einer Bürgerversammlung öffentlich vorstellen.

    💡 Was ist Bannwald?

    Bannwald ist besonders schützenswerter Wald. Er darf eigentlich nur dann gerodet werden, wenn es dem Gemeinwohl dient, das heißt: wenn beispielsweise ein Krankenhaus oder eine Bahntrasse gebaut werden soll. Wenn er gerodet wird, müssen Ausgleichsflächen geschaffen werden, die direkt an den Wald angrenzen.