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Waldrappe: GPS-Sender schädigen Augenlicht | BR24

© picture-alliance/dpa

Waldrapp

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Waldrappe: GPS-Sender schädigen Augenlicht

Vogelschützern ist gelungen, die Population der Waldrappe wieder zu vermehren. Mit Hilfe von GPS-Geräten haben sie deren Flugrouten mitverfolgt. Allerdings sollen die solarbetriebenen Sender bei einigen Vögeln das Augenlicht geschädigt haben.

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Die Wiederansiedelung der Waldrappe ist ein erfolgreiches Artenschutzprojekt. 110 Vögel wurden in Burghausen, in Überlingen am Bodensee und in Kuchl bei Salzburg bereits angesiedelt.

Ein Vogel ist erblindet

Die Tiere wurden 2014 mit Sendern ausgestattet, die zunächst batteriebetrieben, ab 2016 solarbetrieben waren. Jetzt stellte sich heraus: Insgesamt 27 Tiere der Kolonien bekamen Augen-Trübungen. Ein in Burghausen angesiedelter Waldrapp ist auf einem Auge sogar erblindet. Das stellte der Leiter des Vogelschutzprojekts, Johannes Fritz, fest.

Sender waren unglücklich an den Vögeln befestigt

Woher die Trübung kommt, die anfangs noch zu einem unscharfen Sehen führt, steht nun fest. Der GPS-Sender ist schuld, weil er am oberen Teil des Rückens angebracht war, heißt es. Wenn Waldrappe schlafen, legen die Vögel den Kopf zurück und kommen dem solarbetriebenen Gerät zu nahe. Die Strahlen schädigen dann das Auge. Nun werden die GPS-Sender weiter hinten am Rücken befestigt, um die Sehkraft der Waldrappe nicht zu gefährden.

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Seit 2002 gibt es Bemühungen, den in Europa ausgerotteten Waldrapp wieder anzusiedeln. Damit die Zugvögel den Weg ins Winterquartier im Süden finden, zeigen ihnen menschlichen Zieheltern per Leichtflugzeug den Weg.