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Brennender Bergwald
© dpa-Bildfunk/Josef Reisner
© dpa-Bildfunk/Josef Reisner

Brennender Bergwald

Die Waldbrandgefahr bleibt wegen der anhaltenden Trockenheit in weiten Teilen Bayerns hoch. Laut dem Waldbrand-Gefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes (DWD) herrscht aktuell fast überall in Bayern mittlere bis hohe Waldbrandgefahr (Stufe 3-4 von 5). Hohe Waldbrandgefahr gilt zum Beispiel für weite Teile Unterfrankens, Mittelfrankens und der Oberpfalz, sowie im östlichen Niederbayern und südlichen Oberbayern.

Vor allem in Mittelfranken sehr hohe Waldbrandgefahr erwartet

Am Mittwoch könnte sich die Lage nochmal verschärfen, dann wird vor allem in Mittelfranken wieder eine sehr hohe Waldbrandgefahr (Stufe 5) erwartet. Mit einer Entspannung der Situation rechnen die Experten vom DWD erst am Wochenende. Südlich der Donau könnte die Gefahr dann aufgrund der erwarteten Regenfälle auf die niedrigste Stufe sinken, in Franken und der Oberpfalz bleibt es aber wohl bei einer mittleren Waldbrandgefahr (Stufe 3).

Oberpfalz und Niederbayern: Flugbeobachtung geht weiter

Die Regierung der Oberpfalz hat angesichts des trockenen Wetters die eigentlich bis heute angesetzten Waldbrandbeobachtungsflüge um zwei weitere Tage verlängert. Auch am Mittwoch und Donnerstag werden die Flugzeuge jeweils gegen 13 Uhr und 18 Uhr starten und eine Stunde lang festgelegte Routen abfliegen. Auch in Niederbayern wird die vorbeugende Luftbeobachtung wie bereits am Wochenende in den Nachmittagsstunden zu den höchsten Gefährdungszeiten weiter stattfinden.

Mehrere kleinere Brände über Ostern

An den Osterfeiertagen hatten mehrere kleinere Brände die Einsatzkräfte vor allem im Norden Bayerns beschäftigt. Im Nürnberger Land bei Hersbruck waren am Ostermontag sogar Hubschrauber im Einsatz. Erst gegen halb zwei Uhr nachts brachten die Einsatzkräfte dort einen Waldbrand auf 15.000 Quadratmetern unter Kontrolle.

Bei einem Brand am Montag an der Autobahn A3 bei Bischbrunn im Landkreis Main-Spessart sind mehrere tausend Quadratmeter Wald niedergebrannt. Wie die Polizei mitteilte, waren rund 50 Rettungskräfte im Einsatz. Die Löscharbeiten gestalteten sich besonders schwierig, weil in der näheren Umgebung keine Wasserentnahmestelle war.

Ebenfalls am Ostermontag brach bei Mickhausen im Landkreis Augsburg ein Waldbrand aus ausgebrochen. Neben einer Hütte entstand ein Feuer, das meterhohe Stichflammen entwickelte. Die Feuerwehr rückte mit gut 80 Einsatzkräften an und konnte den Brand löschen. Da keine Anhaltspunkte für eine Brandstiftung vorliegen, gehen die Ermittler davon aus, dass sich die Böschung wegen der aktuellen Trockenheit selbst entzündet hat.

Vorsicht in Wäldern

Die Behörden mahnen weiterhin zu Vorsicht im Freien. Achtlos weggeworfene Flaschen, Zigaretten oder scheinbar erloschene Streichhölzer, aber auch heiße Katalysatoren geparkter Autos könnten bei der aktuellen Trockenheit schnell einen Brand auslösen.

Löschen im Wald

Löschen im Wald

Trockenes Feld

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