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Waldbrand zwischen Lohr am Main und Partenstein | BR24

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Waldbrand zwischen Lohr am Main und Partenstein

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    Waldbrand zwischen Lohr am Main und Partenstein

    Zwischen Lohr am Main und Partenstein im Landkreis Main-Spessart brennt ein Waldstück. Wegen der Hanglage ist es schwierig, den Brand zu löschen. Wie das Feuer entstanden ist, ist noch unklar. Doch die Waldbrandgefahr in Unterfranken ist hoch.

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    Von
    • Christiane Scherm

    Zwischen Lohr am Main und Partenstein im Landkreis Main-Spessart kam es in einem größeren Waldstück zu einem Brand. Laut Einsatzleiter Harald Merz handelt es sich um eine Fläche von 200 mal 300 Metern. "Wegen der Hanglage ist das Feuer schwer zu löschen. Wir haben deshalb einen Polizeihubschrauber mit einem Wasserbehälter angefordert, um den Brand aus der Luft zu bekämpfen", so Merz, der Kreisbrandinspektor für den Bereich Lohr.

    Keine Hinweise auf Brandstiftung

    Das Feuer ist gegen 14 Uhr ausgebrochen. Bislang brennt es nur am Boden, Bäume sind noch nicht in Brand (Stand: 16 Uhr). "80 bis 90 Feuerwehrleute sind im Einsatz. Sie haben eine Widerstandslinie gebildet und löschen das Feuer mit dem nötigen Abstand vom Boden aus. Aktuell haben wir die Lage im Griff", so Merz. Bis jetzt gebe es keine Hinweise auf Brandstiftung, so eine Sprecherin der Polizei auf Anfrage. Aktuell ist es sehr trocken, deshalb ist auch die Waldbrandgefahr hoch. Laut dem Deutschen Wetterdienst gilt für den Bereich Lohr Warnstufe vier von fünf. Diese Warnstufe gilt für weite Teile Unterfrankens. In Kahl am Main im Landkreis Aschaffenburg gilt sogar Warnstufe fünf.

    Hohe Waldbrandgefahr in Unterfranken

    Auch Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) hat auf die Gefahren durch Waldbrände hingewiesen. "Besonders hoch ist derzeit die Gefahr in weiten Teilen Nordbayerns, die im Laufe der Woche weiter zunehmen wird. In den Landkreisen Aschaffenburg, Miltenberg, Main-Spessart, Bad Kissingen, Roth, Neumarkt in der Oberpfalz, Nürnberger Land und Rhön-Grabfeld wird schon jetzt zeitweilig die höchste Gefahrenstufe fünf erreicht", heißt es in einer Pressemitteilung.

    Luftbeobachtung wegen Waldbrandgefahr

    In Unterfranken waren bereits die vergangenen beiden Wochenenden Luftbeobachter unterwegs, um Wälder nach Bränden abzusuchen. "Wir haben auch für das kommende Wochenende wieder Beobachtungsflüge angeordnet", so Johannes Hardenacke, der Pressesprecher der Regierung von Unterfranken.

    Landwirtschaftministerin Kaniber weist darauf hin, dass sich trockene Nadelstreu und herumliegende Zweige leicht entzünden könnten. "Ein Funke oder eine achtlos weggeworfene Zigarette können ausreichen, um einen folgenschweren Brand auszulösen", heißt es weiter. Bis Ende Oktober gilt deshalb in Wäldern ein Rauchverbot. Waldbesucher sollten auch auf Grillen und offenes Feuer verzichten. Autofahrer sollten ihre Fahrzeuge außerdem nicht auf Waldboden parken. Durch heiße Katalysatoren kann sich der Boden ebenfalls entzünden.

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