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Waldbrand in Thüringen: Oberfränkische Einsatzkräfte abgerückt | BR24

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Feuerwehrleute im Wald am Bleiloch-Stausee

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Waldbrand in Thüringen: Oberfränkische Einsatzkräfte abgerückt

Die Feuerwehrmänner aus dem Landkreis Hof, die eine Woche beim Löschen eines großen Waldbrands am Bleiloch-Stausee in Thüringen geholfen haben, haben ihren Einsatz beendet.

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In drei Schichten hatten etwa 150 Feuerwehrmänner ihre Kollegen vor Ort rund um die Uhr bei den schwierigen Löscharbeiten an dem Steilhang unterstützt. Sie waren vor allem dafür zuständig, das Löschwasser zu befördern.

"Die Lage hat sich etwas entspannt. Deshalb bauen die Kollegen vor Ort auch ihr Material wie Schläuche und Pumpen ab. Die langen Schläuche müssen am Steilhang abgeseilt und von einem Boot des THW ans andere Ufer gebracht werden." Reiner Hofmann, Kreisbrandrat Hof

Hofmann spricht von einer guten Zusammenarbeit zwischen den oberfränkischen und thüringischen Einsatzkräften.

Flughelferstaffel beendet Einsatz ebenfalls

Auch der Einsatz der Flughelfer-Staffel aus Bayreuth sei bereits seit Freitagvormittag (26.04.19) beendet, sagte Feuerwehr-Sprecher Lucas Lauterbach zum BR. Die speziell ausgebildeten Feuerwehrmänner waren seit Donnerstag (25.04.19) am Flughafen Hof stationiert und hatten dort beim Beladen eines großen Bundeswehr-Hubschraubers mit schweren Wasserbehältern geholfen. Der Hubschrauber war immer wieder mit 5.000 Litern Wasser zur nahegelegenen Brandstelle geflogen, hatte dort gelöscht und war zurückgekommen. Auch der große Hubschrauber sei heute abgerückt, so Lauterbach.

Dank vom Innenminister

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) dankt den Einsatzkräften aus Bayreuth und Hof, die in den vergangenen Tagen in Thüringen geholfen haben. "Die Hilfeleistung auch über Landesgrenzen hinweg verdient höchsten Respekt und Anerkennung", wird der Minister in einer Pressemitteilung zitiert.

Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Hubschrauberbesatzung sei bei der Waldbrandbekämpfung aus der Luft sehr anspruchsvoll und komplex. Der Einsatz war besonders schwierig, weil das betroffene Waldgebiet an einem steilen und felsigen Hang liegt. Das Löschen war körperlich sehr anstrengend – deshalb wurden die Feuerwehrmänner immer wieder ausgetauscht.

Vorsicht im Wald

Herrmann verwies weiter darauf, dass seit Tagen auch in Bayern Trockenheit und damit große Waldbrandgefahr herrsche. Er appelliert deshalb an die Bevölkerung: "Bitte verhalten Sie sich insbesondere in Monaten mit starker Trockenheit und Hitze in den Wäldern besonders umsichtig."

Die oberfränkische Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz lobt die Arbeit und die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte aus Oberfranken und Thüringen als "vorbildlich und bezeichnend für das Miteinander über die Grenzen von Bundesländern hinweg".

"Unser aller Dank gilt den Einsatzkräften und denen, die unermüdlich trainieren und üben, um in gefährlichen Situationen wie diesen Schaden von uns abwenden zu können." Heidrun Piwernetz, Regierungspräsidentin von Oberfranken

Die Regierung von Oberfranken hatte die Koordinierung der oberfränkischen Einsatzkräfte übernommen.

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Autor
  • Christiane Scherm
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