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Rauchwaden ziehen aus einem brennenden Bergwald in Richtung von zwei Mehrfamilienhäuser.

Eine Gruppe der Feuerwehr hat für die Nacht auf Samstag wieder die Feuerwache auf der Ramsauer Alm übernommen. Zudem steht eine Drohne zur Verfügung, um den Brandort überwachen zu können.

Nach heftigem Regen und schlechten Sichtverhältnissen tagsüber konnte am frühen Freitagabend doch noch ein Hubschrauber der Bayerischen Polizei mit einer Wärmebildkamera über das Brandgebiet fliegen. Dabei wurde festgestellt, dass sich im Wald am steilen Berghang weiterhin zahlreiche Glutnester befinden. Aus diesem Grund wird der Katastrophenfall im Landkreis Rosenheim weiterhin nicht aufgehoben.

Rund 200 Einsatzkräfte

Den ganzen Tag über waren heute rund 200 Einsatzkräfte von unter anderem Feuerwehr, Polizei, Bergwacht und Rettungsdienst im Einsatz.

Die Sicht hat sich etwas verbessert am Schwarzenberg zwischen Oberaudorf und Kiefersfelden, es regnet nicht mehr. Deshalb konnten heute Nachmittag doch noch zwei Löschhubschrauber starten.

Ein Ausbreiten der Brandherde in Richtung Ramsauer Alm muss unbedingt verhindert werden, heißt es von den Einsatzkräften vor Ort. Zudem werden die Feuerwehr und die Bergwacht weiterhin gemeinsam einzelne Glutnester im torfigen Waldboden zu Fuß und per Hand bekämpfen.

Boden staubtrocken

Die Bergwachtler seilten Feuerwehrler in den steilen und nicht zugänglichen Hang ab. Dort öffneten sie die Glutnester, die teils bis zu zwei Meter tief in den Boden reichen und löschten sie mit Schaum. Der Regen habe zwar die Flammen gelöscht und den Boden etwas gewässert, aber nur an der Oberfläche, so einer der Einsatzkräfte. Schon wenige Zentimeter unter der Oberfläche sei der gesamte Boden weiterhin staubtrocken.

Katastrophenfall gilt weiterhin

Laut Landratsamt wird das vom Waldbrand betroffene Gebiet derzeit auf ca. zehn Hektar geschätzt. Der Katastrophenfall gilt weiterhin. Kreisbrandrat Richard Schrank schließt Brandwachen das ganze Wochenende über nicht aus.