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Wahlkampfplakat der FDP
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Johannes Berthoud
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Wahlkampfplakat der FDP

Mehrere hundert Zuschauer, darunter viele junge Menschen, hören in der Münchner Tonhalle wie der bayerische FDP-Spitzenkandidat Martin Hagen für das Programm seiner Partei wirbt. Ein Schwerpunkt: Chancengleichheit in der Bildung herstellen. Zusammenfassend spricht Hagen von drei T's: Talent, Technologie und Toleranz.

"Wir müssen die Toleranz verteidigen. Ob gegen Linke, ob gegen Rechte oder religiöse Fanatiker, ist egal. Bayern ist ein liberales Land und das soll es auch bleiben." Martin Hagen, FDP-Spitzenkandidat

Lindner auf "Mission Mitte"

Hagen steht mit Ansteckmikrofon auf der ansonsten leeren Bühne. Er redet frei und nüchtern. Die Zuschauer klatschen Beifall, eine mitreißende Stimmung kommt eher selten auf.

Viele sind wegen dem nächsten Redner gekommen. Der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner kommt zu spät, weil er zunächst noch im Stau steht. Wie der bayerische Spitzenkandidat betont auch er, die FDP sei die Partei der Vernunft und die Partei der Mitte.

"Es muss in Deutschland wieder Staatsräson werden, dass wir die Interessen, die Wünsche, die Träume der Mitte dieses Landes zum Thema machen. Da sehen wir unsere Mission." Christian Lindner, FDP-Vorsitzender

Gesprächsbereit trotz Jamaika-Aus

Lindner hatte vor elf Monaten ein Jamaika-Bündnis der FDP mit Union und Grünen platzen lassen. Im bayerischen Wahlkampf wiederholt er Worte von damals: "Besser nicht regieren, als falsch." Klar wird bei ihm und dem bayerischen Spitzenkandidaten aber auch: Die bayerische FDP ist unter bestimmten Bedingungen bereit für ein Bündnis mit der CSU. Eine Bedingung: Nachbesserungen am neuen Polizeiaufgabengesetz.