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Waghalsiges Überholmanöver auf der B12: Prozesstermin steht fest | BR24

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Waghalsiges Überholmanöver auf der B12: Prozesstermin steht fest (Symbolbild)

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    Waghalsiges Überholmanöver auf der B12: Prozesstermin steht fest

    Ein tschechischer Lkw-Fahrer hat Anfang des Jahres mit seinem lebensgefährlichen Überholmanöver auf der B12 für Schlagzeilen gesorgt. Jetzt steht der Prozesstermin gegen den Mann fest.

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    Anfang des Jahres hatte das Überholmanöver eines tschechischen Lkw-Fahrers auf der B12 bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Anfangs wurde sogar wegen versuchten Mordes ermittelt. Jetzt steht der Prozesstermin fest: Der 53-Jährige muss sich am 12. Dezember vor dem Amtsgericht Passau verantworten - wegen vorsätzlicher Gefährdung des Straßenverkehrs. Das teilte die Pressestelle des Gerichts mit.

    Überholmanöver von Dashcam mitgefilmt

    Der Lkw-Fahrer hatte im Januar auf der B12 bei Freyung am Ende einer zweispurigen Überholstelle zwei andere Lastwagen äußerst riskant überholt. Ein entgegenkommender Bus und der zweite überholte Lkw konnten in letzter Sekunde abbremsten bzw. ausweichen, der tschechische Lkw schob sich gerade noch unfallfrei zwischen Laster und Bus durch. Auch mehrere Autos entgingen nur äußerst knapp einem Crash. Ein anderer Lkw-Fahrer hatte das Manöver mit einer Dashcam gefilmt. Das Video ging durch verschiedene Soziale Medien.

    Zunächst Ermittlungen wegen versuchten Mordes

    Die Staatsanwaltschaft Passau hatte zunächst wegen versuchen Mordes mit gemeingefährlichen Mitteln ermittelt. Das Argument: Mit seinem riskanten Überholmanöver habe der Lkw-Fahrer einen Unfall mit mehreren verletzten oder gar getöteten Menschen in Kauf genommen. Anfang Oktober hieß es, dass die Ermittler vom versuchten Mord abgerückt seien, weil der Nachweis eines Tötungsvorsatzes nicht zu erbringen sei. Die Anklage lautet auf vorsätzliche Gefährdung des Straßenverkehrs. Für den Angeklagten, so das Amtsgericht, sei es vom Zufall abhängig gewesen, ob es zu einer Kollision mit dem Gegenverkehr komme, was er billigend in Kauf genommen habe.

    Der Angeklagte wurde wenige Wochen nach dem Vorfall in Tschechien festgenommen, in Untersuchungshaft genommen und später nach Deutschland überführt.