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Linkfraktionschefin Sahra Wagenknecht
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BR24 Redaktion
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Linkfraktionschefin Sahra Wagenknecht

Zufrieden zeigt sich Bundestags-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht mit den positiven Umfragewerten der Linkspartei in Bayern im Kontrovers-BayernTrend des BR. Dies ist, so die Fraktionschefin der Linken im Bundestag im Interview mit der Bayern-2-Radiowelt, kein Wunder:

"Es ist überfällig und auch wirklich an der Zeit, dass die Linke im bayerischen Landtag sitzt." Sarah Wagenknecht, Linkspartei

Denn gerade in Bayern sei die soziale Spaltung immer mehr gewachsen. Außerdem werde es Zeit für einen Umbruch in Bayern. Schließlich gebe es seit vielen Jahren "ein wie ein Erbrecht eingerichtetes Regime und eine Herrschaft der CSU".

Arme im reichen Bayern

Bayern sei ein reiches Land, die Wirtschaft boome. Trotzdem gebe es auch viel Armut und die Mieten würden immer weiter steigen. Gerade in Bayern sei die soziale Spaltung immer mehr gewachsen. Es gebe Wagenknecht sagte, es wäre ein bundespolitisches Signal, wenn die CSU ein historisch schlechtes Ergebnis einfahre und zugleich die Linken in den Landtag kämen.

Wagenknecht räumte ein, dass es bei vielen Wählern aber immer noch Vorbehalte gegen die Linkspartei gibt. Dabei würde die Vorgeschichte der Partei als Argument genutzt. Und auch "die eine oder andere aktuelle Positionierung habe da nicht geholfen." Zuletzt hatte sich Wagenknecht in der Flüchtlingspolitik klar gegen den Kurs der Parteiführung gestellt.

Sozialwohnungen und kostenlosen Nahverkehr

Der Linken-Landessprecher Ates Gürpinar hält seine Partei für die einzig glaubwürdige Partei, die sich gegen Hass und Ausgrenzung engagiert. 40.000 neue Sozialwohnungen pro Jahr in Bayern fordert die Linke. Im Wahlprogramm geht es außerdem um kostenlosen Nahverkehr. Die Linke in Bayern tritt mit einem Spitzenduo an, zu dem neben Ates Gürpinar die Spitzenkandidatin Eva Bulling-Schröter gehört.