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Der Mann, der zuhause diverse illegale Waffen gelagert hatte, ist zur Zeit in einer psychiatrischen Einrichtung (Symbolbild)
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Doris Bimmer
Roswitha Polaschek
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Der Mann, der zuhause diverse illegale Waffen gelagert hatte, ist zur Zeit in einer psychiatrischen Einrichtung (Symbolbild)

Nach der Waffenrazzia in der Gemeinde Pleß im Unterallgäu bleibt der Hauptverdächtige, ein 50-jähriger Landwirt, vorläufig in einer psychiatrischen Einrichtung und wird dort weiter behandelt. Gegen ihn und seinen Nachbarn, den Bürgermeister der Gemeinde, wird wegen möglicher Verstöße gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz ermittelt.

Illegale Schusswaffen zuhause gelagert

Der 50-Jährige Landwirt hatte zahlreiche Waffen bei sich gehortet, ohne jedoch einen entsprechenden Waffenschein zu besitzen. Einige Waffen samt Munition fand die Polizei bei seinem Nachbarn, Bürgermeister Anton Keller (CSU). Weil auch er keine Waffenbesitzerlaubnis hat, geriet Keller ebenfalls ins Visier der polizeilichen Ermittlungen.

Hat der Bürgermeister eine Dienstpflichtverletzung begangen?

Ob er sein Amt behalten kann wird sich erst zeigen, wenn die Ermittlungen wegen möglicher Verstöße gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz abgeschlossen sind und alle Akten zur Prüfung im Landratsamt vorliegen. Erst dann werde dort über das weitere Vorgehen entschieden, beispielsweise ob das Verfahren wegen einer möglichen Dienstpflichtverletzung an die Landesanwaltschaft weitergegeben wird, heißt es im Landratsamt.

Gegen Waffennarr wird wegen häuslicher Gewalt ermittelt

Angestoßen wurden die Ermittlungen gegen den 50-Jährigen aus Pleß durch eine Anzeige seiner Ehefrau wegen häuslicher Gewalt.