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Wärmedämmung aus Oberfranken: Mit Glas zum Zukunftspreis? | BR24

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Energie sparen und das Klima schützen - das funktioniert mit Hilfe von winzigen Glaskugeln. Die sind in einer neuartigen spritzbaren Fassadendämmung verarbeitet. Diese Methode ist nun für den Deutschen Zukunftspreis nominiert.

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Wärmedämmung aus Oberfranken: Mit Glas zum Zukunftspreis?

Mit kleinen Kugeln aus Glas, sogenannten "Glass Bubbles", will ein Team der oberfränkischen Maxit-Gruppe den Deutschen Zukunftspreis gewinnen. Das Team ist eines von drei Nominierten und will aktiv etwas gegen Energieverschwendung bei Häusern tun.

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"Das muss doch energetisch besser gehen", meint Friedbert Scharfe. Seit 30 Jahren tüftelt er bei Maxit in Azendorf bei Kulmbach an neuen Baustoffen. "Die Hälfte des Baubestandes in Deutschland (…) entspricht nicht dem Energiestandard, wie er momentan gefordert wird", sagt Friedbert Scharfe. Ein neues Dämmsystem soll das jetzt ändern.

Hohlräume sorgen für bessere Wärmedämmung

Gemeinsam mit Prof. Dr. Thorsten Gerdes von der Universität Bayreuth und Dr. Klaus Hintzer vom Technologiekonzern 3M kam Scharfe auf folgende Idee: Statt auf herkömmlichen Mörtelputz setzen die drei Forscher auf winzige Glaskugeln im Putz. Diese bilden Hohlräume und lassen so weniger Wärme durch die Wand. Das Dämmsystem ist rein mineralisch und recycelbar. Eine Entwicklung, die den drei Forschern die Nominierung für den renommierten Deutschen Zukunftspreis gebracht hat.

Glas aus Oberfranken ist jetzt marktreif

Sieben Jahre lang haben die drei an der Entwicklung getüftelt. Sie erhielten für ihre Arbeit finanzielle Unterstützung vom Bundesforschungsministerium. Jetzt ist die Entwicklung reif für die Baustelle. Das Dämmmaterial wird aufgespritzt und ist dadurch deutlich einfacher auch auf unebenem Grund anzuwenden.

Drei Nominierungen für den Deutschen Zukunftspreis

Am 25. November verleiht Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Deutschen Zukunftspreis. Insgesamt sind drei Ideen nominiert – neben der Entwicklung aus Oberfranken eine neue Fertigungstechnik für Mikrochips und ein robotisches Visualisierungssystem. Der Deutsche Zukunftspreis ist mit 250.000 Euro dotiert und wurde 1997 zum ersten Mal verliehen.

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