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Während Lockdown geöffnet: Händler will Bußgeld nicht zahlen | BR24

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Ein Pelzhändler hatte am Montag trotz Lockdown seinen Laden in der Regensburger Innenstadt aufgesperrt und muss deshalb mit einem Bußgeld rechnen. Die Strafe will er aber nicht bezahlen.

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Während Lockdown geöffnet: Händler will Bußgeld nicht zahlen

Ein Pelzhändler hatte am Montag trotz Lockdowns seinen Laden in der Regensburger Innenstadt aufgesperrt und muss deshalb mit einem Bußgeld rechnen. Die Strafe will er aber nicht bezahlen. Wenn nötig, will der Händler sogar rechtlich dagegen vorgehen.

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Von
  • Anne-Lena Schug

Der Regensburger Pelzhändler, der trotz des Lockdowns seinen Laden am Montag geöffnet hatte, will ein drohendes Bußgeld nicht bezahlen. Sollte er wirklich eine Strafe zahlen müssen, werde er Rechtsmittel dagegen einlegen, teilte Pelzhändler Marcus Müller auf BR-Anfrage mit.

Bußgeld bis 5.000 Euro möglich

Wie hoch die Strafe wegen der unerlaubten Ladenöffnung sein wird, ist noch unklar. Der Pelzhändler wartet derzeit auf Post von der Stadt Regensburg. Erst dann wisse er, was auf ihn zukäme, so Müller. Am Montag hatte eine Sprecherin der Stadt Regensburg mitgeteilt, dass ein Bußgeldverfahren eingeleitet wird. Im schlimmsten Fall muss Müller ein Bußgeld in Höhe von 5.000 Euro zahlen.

Kurz nach Öffnung wieder zugesperrt

Am Montagvormittag hatte Marcus Müller aus Protest gegen die Verlängerung des Lockdowns seinen Pelzladen geöffnet. Mit der Aktion wollte er auf die finanzielle Notlage von Einzelhändlern, Wirten und Künstlern in der Innenstadt aufmerksam machen. Wenige Stunden später kamen die Polizei und das Ordnungsamt und forderten ihn auf, seinen Laden wieder zu schließen - was Müller dann auch tat.

Kleidung ändern erlaubt - aber mit Distanz

Der Pelzhändler will seinen Laden nun erst einmal geschlossen lassen. Er dürfte jedoch - so wie alle Händler - "Click & Collect" anbieten. Kunden dürfen nach diesem Konzept Produkte online bestellen und an einer Abholstation am Laden abholen. Wie ein Sprecher der Handwerkskammer mitteilte, dürfen Änderungen an Kleidungsstücken ohne Kundenverkehr vorgenommen werden. Kunden dürfen zu ändernde oder zu reparierende Waren vorbeibringen. Ein Abstecken am Kunden ist aber nicht erlaubt, da dies eine körpernahe Dienstleistung ist. Doch genau dieses Abstecken und Maßnehmen wäre Marcus Müller wichtig. In seinem Laden stellt er viele Maßanfertigungen her.

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