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Ein Kreuz steht in einer Kirche (Symbolbild)

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    Missbrauchs-Verdacht: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Pfarrer

    Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen einen Priester der Diözese Augsburg wegen strafbarer sexueller Handlungen bestätigt. Der Geistliche, dem sexueller Missbrauch vorgeworfen wird, wurde mit sofortiger Wirkung von seinem Amt entpflichtet.

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    Von
    • Veronika Scheidl
    • Beate Mangold

    Die zuständige Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen eine Priester der Diözese Augsburg wegen strafbarer sexueller Handlungen bestätigt. Laut Staatsanwaltschaft besteht der Anfangsverdacht, dass sich der Priester über Jahre hinweg durch mehrere sexualbezogene Handlungen, die gegenüber einer Person erfolgt sein sollen, strafbar gemacht hat.

    Unschuldsvermutung: Keine Details während der Untersuchung

    Da die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen seien, könnten laut Staatsanwaltschaft keine weiteren Auskünfte erteilt werden. Explizit verweist die Staatsanwaltschaft in ihrer Erklärung auf die in allen strafrechtlichen Ermittlungsverfahren geltende Unschuldsvermutung hin.

    Beschuldigter von allen Funktionen entbunden

    Zuvor hatte das Bistum bereits mitgeteilt, dass der unter Verdacht stehende Pfarrer und Dekan von all seinen Funktionen und Ämtern entbunden wurde und der Fall auch kirchenrechtlich untersucht werde. Der Generalvikar des Bischofs von Augsburg, Harald Heinrich, habe umgehend die zuständige Staatsanwaltschaft über den Vorwurf gegen den Priester des Bistums informiert.

    Generalvikar: "Wir nehmen den Fall sehr ernst"

    Bischof Bertram Meier habe außerdem die dafür zuständige Kongregation für die Glaubenslehre in Rom informiert und um eine Entscheidung gebeten. Die vom Kirchenrecht in solchen Fällen vorgesehene kanonische Voruntersuchung ist eingeleitet. "Die zu Protokoll gegebenen Aussagen in diesem Fall erschüttern uns zutiefst", so Generalvikar Heinrich. "Wir nehmen den Fall sehr ernst und werden alles dransetzen, eine durchgängige, lückenlose und transparente Aufklärung sicherzustellen."

    Weiterer Einsatz des Geistlichen unklar

    Über einen weiteren Einsatz des Geistlichen wird auf der Grundlage der Unschuldsvermutung nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der finalen Prüfung des Falls durch die Kongregation für die Glaubenslehre entschieden. "Mir ist schmerzlich bewusst, dass diese Nachricht besonders für alle Gläubigen in den betroffenen Gemeinden, wie für die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein großer Schock sein muss", so der Generalvikar. "Wir bemühen uns zeitnah Klärungen über das weitere Vorgehen und die Nachfolge herbeizuführen."

    Bistum verfolgt Null-Toleranz-Politik

    Das Bistum Augsburg verfolge im Kampf gegen Missbrauch seit langer Zeit eine Null-Toleranz-Politik und rufe Betroffene auf, sich aktiv zu melden und entsprechenden Signalen nachzugehen, heißt es in der Mitteilung. Vermutungen und Verdachtsmomente würden konsequent verfolgt.

    Betroffene werden ernst genommen

    Es sei wichtig, dass sich Betroffene ermutigt fühlen, Missbrauch den zuständigen Stellen zu melden. Diese dürften sich sicher sein, dass ihre Mitteilungen ernst genommen werden. "Wir brauchen eine Reinigung des Gedächtnisses, damit die so sehr gewünschte geistliche Erneuerung der Kirche zur Entfaltung kommen kann", so Bischof Bertram Meier. "Versagen und Schuld müssen benannt werden, das sind wir den Betroffenen schuldig."

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