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Vorsichtiges Aufatmen in Rehau: Weitere Corona-Tests negativ | BR24

© dpa-Bildfunk / Karl-Josef Hildenbrand

Ab heute sind in Rehau kostenlose Corona-Tests an einer mobilen Teststation möglich.

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    Vorsichtiges Aufatmen in Rehau: Weitere Corona-Tests negativ

    Im Fall des lokalen Corona-Hotspots in der Kleinstadt Rehau gibt es gute Nachrichten: Nach Auswertung der Tests von 100 Kontaktpersonen sind außer den 15 bekannten keine weiteren Infektionen festgestellt worden. Dennoch finden nun Massentests statt.

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    Große Beunruhigung herrscht in Rehau seit bekannt ist, dass es in der oberfränkischen Kleinstadt 15 Corona-Neuinfektionen gibt. Nun gibt es eine erste, kleine Entwarnung. Die Testergebnisse von 100 Kontaktpersonen liegen vor - alle sind negativ. Das erklärte Bürgermeister Michael Abraham (CSU) gegenüber dem Bayerischen Rundfunk.

    Kostenlose Tests in mobiler Station ab heute möglich

    Um eine weitere Ausbreitung des Sars-CoV-2-Virus zu verhindern, werden über eine mobile Teststation des Landkreises in Rehau nun Massentests angeboten. Alle der knapp 10.000 Einwohner von Rehau können sich freiwillig und kostenlos testen lassen - bis vorläufig Freitag jeweils ab 13.30 Uhr direkt vor dem Sportzentrum. Zudem soll es Tests in den Seniorenheimen geben.

    Ausgangssperre abwenden

    Der Landrat des Landkreises Hof, Oliver Bär (CSU), sieht vorerst keine Gefahr, dass es zu einer Ausgangssperre kommt. Im Interview mit der Bayern 2 radioWelt sagte er: "Wir wollen mit den eingeleiteten Maßnahmen dazu beitragen, dass wir das Infektionsgeschehen vor Ort bestmöglich unterbinden. Und ich bin zuversichtlich, dass wir das auch schaffen können."

    15 Neuinfektionen innerhalb weniger Tage

    Bär hatte Rehau am Dienstag als "Corona-Hotspot" bezeichnet. Zur Begründung sagte er nun dem Bayerischen Rundfunk: "Wir müssen schon berücksichtigen, wie die Situation in den vergangenen Wochen war. Und da haben wir erlebt, dass wir über fünf Wochen hinweg keinen einzigen Fall hatten." Zwar sei man von hohen Infektionszahlen noch weit entfernt, so Bär. Um die Freiheiten zu behalten, die man habe, müsse man die Infektionswege jedoch frühzeitig kappen.

    Vater hatte Symptome, auch Kinder Corona-positiv

    Innerhalb weniger Tage waren 15 Neuinfektionen in Rehau festgestellt worden. Von diesen 15 Fällen sind zwölf in mehreren Großfamilien in Rehau aufgetreten. Ein Familienvater hatte vergangene Woche Symptome – dann wurden er und zwei Kinder positiv auf das Coronavirus getestet. Wie es zu diesen Infektionen kam, ist nicht klar. In der Folge wurden Schüler, Lehrer und Angestellte eines Supermarkts getestet. Die Behörden versuchen nun zu klären, ob der Vater tatsächlich der erste Infizierte in Rehau war und wo er sich angesteckt hat.

    Bürgermeister ruft zu Besonnenheit auf

    Bürgermeister Abraham rief die Menschen in seiner Stadt zu Besonnenheit auf: "Bitte behalten Sie Ruhe. Halten Sie die Hygiene-Vorschriften ein, Abstand halten und bitte tragen Sie Mundschutz. Dann hoffen wir, dass wir auch diese Krise überstehen werden."

    Mit den 15 Fällen gilt der 95.000 Einwohner zählende Landkreis Hof bislang nicht als Corona-Risikogebiet. Als dieses gelten Regionen oder Orte, in denen die Zahl der Neuinfektionen 50 pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen übersteigt oder große Unsicherheit über die tatsächliche Ausbreitung herrscht. Diese Risikogebiete benennt das Robert Koch-Institut (RKI).

    Im Mai hatte die bayerische Staatsregierung zusätzlich einen sogenannten "Frühwarnwert" beschlossen: Bereits ab 35 Neuinfektionen sind die örtlichen Gesundheitsämter verpflichtet, das Gesundheitsministerium über die Ursache der steigenden Fallzahlen und über lokale Gegenmaßnahmen zu informieren.

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