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Vorsicht vor den mysteriösen Zeichen | BR24

© wikipedia; Grafik: BR

Infografik: moderne Gaunerzinken

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    Vorsicht vor den mysteriösen Zeichen

    Ein jahrhundertealtes Kommunikationsmittel zum Beispiel von Bettlerbanden erlebt offenbar gerade eine Renaissance – auch in Ostbayern: Der sogenannte "Gaunerzinken". Gerade in der Oberpfalz wurden einige Fälle dieser kriminellen Zeichen registriert.

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    Was sind "Gaunerzinken"

    Dabei handelt es sich um kleine Zeichen, die neben Haustüren oder an Mauern gekritzelt werden. Sie sollen Kriminellen, die die Bedeutung kennen, signalisieren, ob es sich lohnt, an einer Haustür zu klingeln oder ob ein Objekt ein lohnendes Ziel für Einbrüche ist.

    Mehrere Fälle in der Oberpfalz

    Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung (SZ) wurden zuletzt eine ganze Reihe derartiger Fälle in München registriert. Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz bestätigte dem BR, dass auch sie in den vergangenen beiden Jahren knapp 30 Mal über verdächtige Zeichen an Häusern informiert wurden. 2014 gab es demnach neun verdächtige Wahrnehmungen, 2015 insgesamt 17 und in diesem Jahr bereits drei.

    Zeichen von Bettelbanden

    Meist ist aber unklar, was die Zeichen genau bedeuten, weil von den Urhebern jede Spur fehlt. Dennoch wird Betroffenen empfohlen, sich immer an die Polizei zu wenden und wachsam zu sein. In vielen Fällen gingen solche Zeichen vermutlich auf osteuropäische Bettlerbanden zurück, hieß es.

    Dem Polizeipräsidium Niederbayern liegen bislang keine Zahlen vor, dort hatte es aber auch hin und wieder Meldungen in lokalen Medien über verdächtige Zeichen gegeben.

    Zinken in ganz Deutschland

    2015 gab es laut SZ eine Häufung von Gaunerzinken-Fällen im Raum Salzburg. In Essen in Nordrhein-Westfalen soll die Polizei sogar via Facebook gewarnt haben. Auch in Rheinland-Pfalz fanden Hausbesitzer verdächtige Zeichen an ihren Wänden.