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Ärzteausbildung in Oberfranken

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    Vorlesungen per Livestream nach Bayreuth

    Die geplante Kooperation zwischen dem Uniklinikum Erlangen und dem Klinikum Bayreuth nimmt konkretere Formen an. Unter anderem sollen künftig Vorlesungen aus Erlangen per Livestream nach Bayreuth übertragen werden. Von Christiane Scherm

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    Ende Juni hatte die bayerische Staatsregierung beschlossen, die Ausbildung von Ärzten in Oberfranken auszubauen. Nun hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) im Rahmen des Dialogs "Strukturwandel in Oberfranken" des Vereins Oberfranken Offensiv am Klinikum Bayreuth Medizinstudenten, Ärzte, Lokalpolitiker und Interessierte über den aktuellen Planungsstand informiert. Mit Hilfe von Vorlesungen per Livestream könnten Studenten dann beispielsweise zwischen den Standorten pendeln.

    Lehrangebote am "Medizincampus Oberfranken"

    Ein detailliertes Konzept, wie die Kooperation zwischen den Standorten aussehen könnte, werde gerade in Erlangen erarbeitet, so Huml. Bevor es konkret wird, müsse allerdings noch die Finanzierung geklärt werden. Weil das Klinikum Bayreuth ein Lehrkrankenhaus ist, können Erlanger Studenten bereits jetzt Praktika in Bayreuth absolvieren. In Zukunft soll es aber in Bayreuth auch konkrete Lehrangebote geben, ein größerer Teil der Ausbildung soll dann am "Medizincampus Oberfranken" stattfinden.

    Medizinermangel vorbeugen

    Hintergrund der Kabinettsentscheidung ist, dass langfristig gesehen vor allem in den ländlichen Gebieten Oberfrankens ein Mangel an Hausärzten drohe, betonte Huml. Die Hoffnung: Wenn Mediziner schon einen Teil ihrer Ausbildung in Oberfranken absolvieren und bereits Kontakte zu Kollegen und Patienten haben, steigen auch die Chancen, dass sie sich danach als Arzt in der Region niederlassen.

    "Jeder dritte Hausarzt in Bayern ist über 60 und sucht längerfristig einen Nachfolger. Deshalb müssen wir schon jetzt die Studierenden begeistern, sich später hier in Oberfranken als Hausarzt anzusiedeln." Melanie Huml (CSU), Bayerns Gesundheitsministerin