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Eine Maske liegt im Unterricht auf Unterlagen, während im Hintergrund Schülerinnen und Schüler mit Mund- und Nasenschutz zu sehen sind.

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    Inzidenzwert von 47: Vorerst keine Corona-Lockerungen in München

    Die Corona-Neuinfektionen in München sind erneut gesunken. Am Freitag lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 46,9. Schon am Donnerstag hatte OB Reiter Hoffnungen auf schnelle Lockerungen gebremst, Wirtschaftsminister Aiwanger sah aber einen Spielraum.

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    Von
    • BR24 Redaktion
    • Matthias Lauer

    in München ist die Sieben-Tage-Inzidenz unter die Marke von 50 gefallen. Am Freitag lag sie bei 46,9, am Donnerstagmorgen nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei 48, so niedrig, wie seit Mitte Oktober nicht mehr. Zum Vergleich: Kurz vor Weihnachten lag der bisher höchste Wert in München bei über 300. Auch andere Regionen in Oberbayern wie Miesbach, der Landkreis Neuburg-Schrobenhausen oder Eichstätt, haben inzwischen eine Sieben-Tage-Inzidenz unter 50.

    Bei einem Schwellenwert unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen können die Gesundheitsämter die Kontakte der Infizierten noch nachverfolgen.

    Keine schnellen Lockerungen in München

    Wie Oberbürgermeister Dieter Reiter schon am Donnerstag erklärte, wird es aber trotz der positiven Entwicklung keine Lockerung geben. Die gesunkene Inzidenz sei "ein Schritt in Richtung mehr Normalität", aber "erst wenn wir diesen Wert auch in den nächsten sieben Tagen halten, können wir über etwaige Lockerungen überhaupt nachdenken", sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) . Er wolle vor der Ministerpräsidenten-Konferenz kommende Woche mit Ministerpräsident Söder sprechen und die Münchner Sicht der Dinge darstellen, so Reiter.

    Aiwanger hält Lockerungen für möglich

    Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) sieht angesichts der gesunkenen Corona-Zahlen allerdings Spielraum für Lockdown-Lockerungen. Die Zahlen der vergangenen Tage deuteten darauf hin, "dass eher Öffnungen möglich sind als alles völlig unverändert geschlossen zu lassen", sagte Aiwanger in einer Regierungs-Fragestunde im Landtag in München.

    Öffnung: Erst der Handel und Friseure

    Aiwanger deutete an, dass als erstes Handel und Friseure wieder geöffnet werden könnten und erst später Gastronomie und Tourismus. Genaue Daten könne man aber noch nicht nennen. Man müsse den richtigen Zeitpunkt finden und entscheiden, was geöffnet werden könne und was aus Gesundheitsgründen gut begründbar geschlossen bleiben müsse. Die erfreuliche Entwicklung bei den Corona-Zahlen in den vergangenen Tagen dürfe man nicht verspielen, sagte Aiwanger.

    Erst abwarten, dann entscheiden

    Am Montag hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die 50 eine gute Zahl genannt, "aber noch nicht automatisch die Zahl, ab der man alles wieder so machen kann wie vorher." Dies müsse laut Aiwanger auf Bundesebene und in der Koalition in Bayern abgestimmt werden. "Daten müssen diskutiert werden, Inzidenzen müssen diskutiert werden, und politische Mehrheiten in Bund und Land müssen gefunden werden."

    Beratungen zu Lockdown-Lockerungen am kommenden Mittwoch

    Bund und Länder wollen am 10. Februar beraten, wie es mit dem coronabedingten Lockdown weitergeht nach dem 14. Februar. Anschließend muss dann in Bayern über die konkrete Umsetzung entschieden werden.

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