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Vorerst kein Ausschank- oder Alkoholverbot in Würzburg | BR24

© Caronlin Hasenauer/BR-Mainfranken

Pressekonferenz im Innenhof des Würzburger Rathauses

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    Vorerst kein Ausschank- oder Alkoholverbot in Würzburg

    Ein Bier oder ein Wein im Freien, trotz Corona werden dabei immer wieder Abstände nicht eingehalten. Daher hat auch die Stadt Würzburg über ein Ausschank- oder Alkoholverbot beraten. Das Ergebnis: Ein solches Verbot soll vorerst nicht kommen.

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    Zuletzt tummelten sich die Menschen am Main im Würzburger Stadtgebiet dicht an dicht. Sie saßen eng beieinander, fast so als wäre die Corona-Pandemie vorbei. Daher hatte die Stadt Würzburg über ein Ausschank- und Alkoholverbot nachgedacht. Nun gaben Oberbürgermeister Christian Schuchardt und Kommunalreferent Wolfgang Kleiner bekannt: Ein Ausschank- und Alkoholverbot sei vorerst nicht geplant.

    Schuchardt: Das Erreichte darf nicht aufs Spiel gesetzt werden

    Dennoch wies die Stadt auf deutschlandweit steigende Fallzahlen hin. "Wir dürfen die in Teilen wiedergewonnene Normalität nicht aufs Spiel setzen", mahnte Schuchardt. Es sei verständlich, dass sich die Menschen wieder treffen, das schöne Wetter im Freundeskreis genießen wollen. Dennoch: Abstand, Hygiene und Alltagsmasken hätten weiterhin oberste Priorität.

    Der Stadt sei bewusst, dass gerade die Alte Mainbrücke oder auch das Mainufer stärker frequentiert werden, seitdem Clubs geschlossen sind. "Wir wollen aber den Würzburgern das Feiern nicht verbieten", so Kommunalreferent Kleiner.

    Appell auch von Gesundheitsamt, Polizei und Uniklinik

    Dem Appell von Oberbürgermeister und Kommunalreferent schlossen sich das Gesundheitsamt, die Polizeiinspektion und die Uniklinik Würzburg an. Johann Löw, der Leiter des Würzburger Gesundheitsamts, betonte, dass die Corona-Maßnahmen noch immer sehr wichtig seien. "Die Zahlen in Unterfranken sehen zwar gut aus, aber das ist kein Grund zum Zurücklehnen – es kann sich sehr schnell ändern!"

    Verbote oder Regelungen nicht gänzlich ausgeschlossen

    Die Würzburger hätten es selbst in der Hand, jeder einzelne, die Infektionszahlen klein zu halten: "Wir appellieren inständig an die Bürgerinnen und Bürger, sich weiterhin an die Regeln zu halten – wenn wir ein Ansteigen der Fallzahlen beobachten, müssen wir nachjustieren", so Kleiner.

    Die Polizeiinspektion beobachte bei vermehrten Streifen, dass sich die Menschen größtenteils an die Regeln halten und kooperativ auf Kontrollen reagieren, erklärte der leitende Polizeidirektor Matthias Weber.

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