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Vor Teil-Lockdown: Söder lehnt Grenzschließungen ab | BR24

© dpa/pa/FrankHoermann/SVEN SIMON

Markus Söder (Ministerpräsident Bayern und CSU Vorsitzender)

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    Vor Teil-Lockdown: Söder lehnt Grenzschließungen ab

    Vor dem neuen Teil-Lockdown lehnt Bayerns Ministerpräsident die Schließung von Grenzen ab. Im Bayern1-Interview sagte Söder, man müsse den Grenzraum aber sehr genau beachten, damit das Infektionsgeschehen nicht außer Kontrolle gerate.

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    In einem exklusiven Bayern1-Interview hat der bayerische Ministerpräsident Markus Söder vor dem neuen Teil-Lockdown die Schließung von Grenzen abgelehnt. Man müsse den Grenzraum aber sehr genau beachten, damit das Infektionsgeschehen nicht außer Kontrolle gerate, so Söder gegenüber Bayern1-Moderator Marcus Fahn.

    Berufspendler wie LKW-Fahrer und Krankenhauspersonal in den Grenzregionen müssten sich deswegen einmal pro Woche auf Corona testen lassen. Söder wörtlich: "Aber die Grenzen sollen eigentlich nicht geschlossen werden."

    Söder verteidigt Teil-Lockdown

    Gleichzeitig begründete Söder den am Mittwoch beschlossenen Teil-Lockdown erneut. Er verwies auf die aktuellen Infektionszahlen, die so hoch seien wie noch nie, auch in Bayern. Alle wichtigen Forschungsinstitute hätten als Ziel ausgegeben, die Zahl der Kontakte um drei Viertel zu reduzieren.

    "Katastrophenfall" in Bayern rückt näher

    Weiter sagte Söder im Interview mit Bayern1, dass in Bayern der sogenannte Katastrophenfall näher rücke. Dieser Schritt ermögliche es, klare Strukturen in der Versorgung der Krankenhäuser zu schaffen, konkret dann auch die Zahl der Intensivbetten aufzustocken. Landräte und Oberbürgermeister könnten dadurch schneller an finanzielle Unterstützung kommen. Noch sei es nicht soweit, so Söder. Wenn man aber die Situation in Schwaben verfolge, werde klar: "Dort werden die Intensivbetten schon extrem knapp".

    Schnelle Auszahlung der finanziellen Hilfen geplant

    Gleichzeitig sagte Söder zu, dass die von der Bundesregierung angekündigten finanziellen Hilfen für die Gastronomie und für andere vom kommenden Teil-Lockdown Betroffene schnell ausgezahlt werden.

    Ziel: Drei Viertel aller Kontakte zu reduzieren

    Der bayerische Ministerpräsident verteidigte die Entscheidung des Teil-Lockdowns für den November erneut gegen Kritik – vor allem gegen Widerstand aus der bayerischen Gastronomie: "Es gibt keinen Beleg, dass in der Gastro ein großes Ausbruchsgeschehen war, es gibt aber auch keinen Gegenbeleg." Das Ziel der großen Forschungsinstitute in Deutschland sei, drei Viertel aller Kontakte zu reduzieren. Wenn man Schulen und Handel vom Lockdown ausnehmen wolle, sei das nur mit dem Bereich der Gastronomie erreichbar.

    Die Perspektive ist laut Söder aber positiv: "Natürlich werden wir Corona überstehen", so der Ministerpräsident auf Bayern1, "das ist eine Frage der Zeit – ich hoffe dass das im Frühjahr auf jeden Fall der Fall ist. Das geht dann, wenn alle gut mitmachen und wir alle nicht nur auf uns achten, sondern auch den Nachbarn, den Freund und Verwandten mal anrufen."

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