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Demo in Marktredwitz: Gegner der geplanten Stromtrasse zeigen ihren Unmut.
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Autoren

Anne Axmann
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Demo in Marktredwitz: Gegner der geplanten Stromtrasse zeigen ihren Unmut.

Unter dem Motto "Mit Bulldogs gegen die Wahnsinnstrasse" verläuft die Demonstration auf der Straße zwischen Kottersreuth und Leisau bis zum Kreuzstein bei Nemmersdorf. Diese Strecke liegt in einem der zwei möglichen Korridore der geplanten Gleichstromtrasse. Möglichst viele Bulldogs sollen am Nachmittag bei Goldkronach auf der Straße stehen und somit vor der Wahl ein sichtbares Zeichen gegen die Pläne des Netzbetreibes Tennet setzen.

Süd-Ost-Link nicht nötig

Bürgerinitiative und Bauernverband sind sich einig, dass der Süd-Ost-Link falsche Weichen in der Energiepolitik stellt und viel Fläche verbraucht. Die Transittrasse diene aus Sicht der Bürgerninitiative dem Transport von dreckigem Braunkohlestrom und werde für den internationalen Stromhandel gebraucht. Bekanntlich plant der Netzbetreiber Tennet den Bau einer Strompassage, den sogenannten Süd-Ost-Link.

Details zur unterirdischen Trasse sollen Mitte 2019 kommen

Zuletzt hatte Tennet im August in Oberfranken mit Probebohrungen für die umstrittene Gleichstromtrasse Süd-Ost-Link begonnen. Auf Höhe Warmensteinach im Landkreis Bayreuth wurden die ersten Bodenproben entnommen. Bis Ende des Jahres will Tennet alle Unterlagen und Ergebnisse bei der Bundesnetzagentur einreichen. Erst Mitte 2019 wird es dann wohl in die Detailplanung gehen können. Voraussichtlich 2025 soll die Trasse fertiggestellt werden. Die Leitung soll unterirdische von Magdeburg bis Landshut verlegt werden.