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Vor 70 Jahren kamen die Vertriebenen | BR24

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Die Gemeinde Wiesau im Landkreis Tirschenreuth gedenkt der Eröffnung des Grenzauffanglagers für Heimatvertriebene und Flüchtlinge vor 70 Jahren.

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Vor 70 Jahren kamen die Vertriebenen

Es war einer der bedeutendsten Tage in der Geschichte der Gemeinde Wiesau (Lkr. Tirschenreuth): Heute vor 70 Jahren wurde das Grenzauffanglager für Heimatvertriebene und Flüchtlinge eröffnet.

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Im Jahr 1946 richteten die Alliierten in den Grenzregionen Aufnahmelager für Menschen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten ein. In der Oberpfalz entstanden solche Auffanglager in Wiesau und in Furth im Wald. Von hier aus wurden die Heimatvertriebenen dann auf das Bundesgebiet verteilt. Am 25. Februar 1946 kamen die ersten Menschen aus dem Sudentenland in Wiesau an. Bis Herbst 1946 passierten dann fast 600.000 Menschen das dortige Barackenlager.

Gemeinsame Gedenkfeier

Am Samstag wird es in Wiesau eine Gedenkfeier geben. Dann wollen die Bürger von Wiesau gemeinsam mit Vertretern der Egerländer und der sudetendeutschen Landsmannschaften an die Einrichtung des Grenzauffanglagers vor 70 Jahren erinnern.

Vertriebene Sudetendeutsche

Aus dem Sudetenland kam der Großteil der Flüchtlinge und Vertriebenen in Bayern. Drei Millionen Menschen wurden durch die 1945 erlassenen Benes-Dekrete enteignet und vertrieben. Rund 270.000 Sudetendeutsche starben durch die Vertreibung. In der neuen Heimat erlebten sie häufig Ablehnung durch die Einheimischen. So blieben viele unter sich.

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Am 25. Februar 1946 kamen die ersten Menschen in Wiesau an.

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Im Jahr 1946 richteten die Alliierten in den Grenzregionen Aufnahmelager für Menschen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten ein. In der Oberpfalz entstanden solche Auffanglager in Wiesau und in Furth im Wald. Von hier aus wurden die Heimatvertriebenen dann auf das Bundesgebiet verteilt.

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Mehr als 50 Holzbaracken wurden in Wiesau errichtet, um alle Menschen unterbringen zu können. Bis Herbst 1946 passierten dann fast 600.000 Menschen das Lager.

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Die Verhältnisse waren spartanisch. In Blecheimern und auf Schienen wurde das Essen durch das Lager transportiert.

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Essensausgabe an den Bahngleisen in Wiesau: In Bayern wurden nach dem Krieg rund zwei Millionen Vertriebene und Flüchtlinge aufgenommen.

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In Wiesau kamen vor allem Menschen aus dem Sudetenland an. Von hier aus wurden sie dann auf das Bundesgebiet verteilt.