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Von der Bank auf die Bühne: Der Kabarettist Maximilian Schafroth | BR24

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Bildrechte: BR/Fabian Stoffers

Am Freitag hält der Kabarettist Maximilian Schafroth die Nockherberg-Rede.

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    Von der Bank auf die Bühne: Der Kabarettist Maximilian Schafroth

    Spätestens als Maximilian Schafroth von seinem Chef in der Bank gebeten wurde, ihn zu parodieren, war klar: Der Mann gehört nicht hinter den Schalter, sondern auf die Bühne. Heuer stellt die Fastenrede den Kabarettisten vor neue Herausforderungen.

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    Von
    • Susanne Hagenmaier

    Humor, Beobachtungsgabe und enormes kabarettistisches Talent – das kam wohl zum Vorschein, als der Chef einer Allgäuer Bankfiliale zu seinem Auszubildenden sagte: "Herr Schafroth, ich habe über Kollegen mitbekommen, dass Sie mich nachmachen! Kommen Sie in mein Büro und machen mich nach." Maximilian Schafroth erinnert sich an diese Begebenheit vor etwa 15 Jahren: "Ich habe meinen Chef vor ihm nachgemacht, er saß da und sagte: 'Das waren Erkenntnisse für mich, vielen Dank.' Das war im Grunde der Start für den Nockherberg."

    Der Bühnen-Tausendsassa

    Von der Bankfiliale führte Maximilian Schafroths Weg zwar nicht direkt, aber doch sehr zielstrebig auf die Bühne. Während er noch als Bankkaufmann arbeitete, schrieb er erste Kabarett-Stücke und trat damit im Münchner "Vereinsheim" auf. 2009 präsentierte er sein erstes Kabarett-Programm, parallel arbeitete er als Schauspieler und absolvierte eine Ausbildung zum Drehbuchautor.

    Kindheit auf dem Bauernhof

    Dass er einmal Kabarettist werden würde, war nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Maximilian Schafroth wuchs auf einem Bauernhof in Stephansried auf, einem winzigen Ort im Allgäu. Die Landwirtschaft bestimmte das Leben der Familie. Seine Eltern leben immer noch in der alten Heimat, mit der Schafroth viel verbindet – nicht zuletzt sein Dialekt. Der ist sein Markenzeichen, auch wenn er ihn spielend gegen Schwyzerdütsch, Hochdeutsch oder "Strauß-Stoiber-Mittelbairisch, dieses erfundene Konsens-Bairisch", wie er es nennt, austauschen kann.

    Bekannt in ganz Deutschland

    Mit diesen Dialekten ist Maximilian Schafroth inzwischen auch bundesweit bekannt: Seit 2018 ist er regelmäßig in "Extra 3", der Satire-Sendung des NDR, zu sehen. Außerdem spielt er Rollen in Kinofilmen, dem "Tatort" und Serien wie der BR-Produktion "Servus Baby". 2017 gewann er den Bayerischen Kabarettpreis. Und zwei Jahre später, nach kleineren Singspiel-Auftritten, folgte die ganz große Bühne auf dem Nockherberg.

    Der jüngste Fastenredner

    33 Jahre alt und damit jüngster Fastenredner überhaupt war Maximilian Schafroth, als er 2019 die Nachfolge von Luise Kinseher antrat. Politikerinnen und Politiker und auch das Fernsehpublikum waren begeistert und freuten sich auf Schafroths zweiten Auftritt, doch der fiel wegen der Corona-Pandemie aus. Die Rede hatte er also umsonst geschrieben – fast: "Ich bin zu meinen Eltern gefahren und wir haben Lagerfeuer gemacht. Ich habe die Rede gelesen und wir haben alle sehr lachen müssen. Das war für mich mein kleiner Nockherberg im Allgäu."

    Fastenrede für alle

    Heuer muss sich Schafroth der Herausforderung stellen, dass ihm kein Publikum gegenübersitzt. Lediglich über Videoschalten wird er die Reaktionen einiger Politiker sehen. Immerhin können wieder alle an seinem Humor teilhaben: Das BR Fernsehen überträgt die Starkbierprobe live am Freitag, 5. März, ab 20.15 Uhr und per Livestream in der BR Mediathek. Auch im Hörfunk, bei Bayern 2 und BR Heimat kann man die Fastenrede von Maximilian Schafroth live miterleben.

    Und alle, die sich dabei amüsieren, werden froh sein, dass der Fastenredner damals nicht in der Bankfiliale geblieben ist.

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