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Von Cyberattacken bis Malware: Landesamt meldet starken Anstieg | BR24

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Cyberangriffe, Verschlüsselungstrojaner oder Malware haben in Bayern stark zugenommen

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    Von Cyberattacken bis Malware: Landesamt meldet starken Anstieg

    Das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht hat in Ansbach seinen Tätigkeitsbericht für 2019 vorgestellt. Demnach haben im Freistaat vor allem Cyberangriffe, Verschlüsselungstrojaner oder Malware stark zugenommen.

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    Wie das Landesamt für Datenschutzaufsicht mitteilte, ist vor allem die Zahl der meldepflichtigen Vorfälle über Datenschutzverletzungen angestiegen. Dazu zählen zum Beispiel Cyberangriffe, Verschlüsselungstrojaner oder Malware. Diese Vorfälle stiegen von rund 2.400 im Jahr 2018 auf rund 4.100 im vergangenen Jahr.

    Aufarbeitung wegen Personalmangels aufgeschoben

    Seit Inkrafttreten der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) vor eineinhalb Jahren sind beispielsweise Cyberattacken meldepflichtig. Auch die Zahl der Beschwerden über Datenschutzverstöße ist seit 2018 stark angestiegen von rund 3.600 (2018) auf rund 5.500 (2019). Aufgrund von Personalmangel musste die Behörde die Bearbeitung vieler Beschwerden in das Jahr 2020 verschieben.

    Viele Beanstandungen wegen "Webtrackings"

    Beanstandungen gab es durch das Landesamt für Datenschutzaufsicht vor allem auch beim sogenannten "Webtracking". Durch diese Technik ist es beispielsweise möglich, zu verfolgen, welche Produkte der Nutzer kauft. So können dem Internetnutzer auf ihn zugeschnittene Werbeangebote angezeigt werden.

    Große bayerische Unternehmen erfüllen Anforderungen nicht

    Keine der 40 geprüften Websites von großen bayerischen Unternehmen erfüllte nach Angaben des Landesamtes die Anforderungen an eine zulässige Einwilligung nach der DSGVO. Zurückgegangen sind hingegen im vergangenen Jahr die Beratungen für Vereine und ehrenamtlich Tätige durch das Landesamt. Zurückzuführen sei dies vor allem auch auf ein zusätzliches Angebot der Online-Beratung.

    Neue Aufgaben durch den Brexit

    Die Behörde in Ansbach sieht mit dem Brexit am 31. Januar weitere Aufgaben auf sich zukommen. Schon heute sei feststellbar, dass eine große Anzahl von Unternehmen überlegt, ihren Sitz vom Vereinigten Königsreich in ein EU-Land zu verlegen. Vor allem der Großraum München ist hier nach Angaben des Landesamtes verstärkt im Gespräch.