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"Volksverräter" und Hakenkreuz: CSU-Bürgerbüro beschmiert | BR24

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Das Bürgerbüro der CSU München-West ist beschmiert worden: Auf die Fenster wurden die Worte "Volksverräter" und ein Hakenkreuz gesprüht. Der Staatsschutz ermittelt. Die Politiker wollen sich nicht einschüchter lassen.

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"Volksverräter" und Hakenkreuz: CSU-Bürgerbüro beschmiert

Das Bürgerbüro der CSU München-West ist beschmiert worden: Auf die Fenster wurden die Worte "Volksverräter" und ein Hakenkreuz gesprüht. Der Staatsschutz ermittelt. Die Politiker wollen sich jedoch dadurch auf keinen Fall einschüchtern lassen.

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"Volksverräter" und dazu ein Hakenkreuz: So ist das CSU-Bürgerbüro München-West/Mitte beschmiert worden. Die CSU-Politiker Stephan Pilsinger und Josef Schmid haben dazu nun eine gemeinsame Pressemitteilung und Fotos veröffentlicht.

In ihrer Erklärung sprechen die beiden Abgeordneten von einem "politischen Anschlag", der in der Nacht auf Donnerstag verübt worden ist. Der Staatsschutz hat Ermittlungen aufgenommen, was die Polizei dem BR auf Anfrage bestätigt hat.

Überwachungskamera wird ausgewertet

Jetzt wird Material einer Überwachungskamera ausgewertet, um Rückschlüsse auf die Tat und den oder die unbekannten Täter zu bekommen. Schmierereien an Gebäuden gelten zunächst juristisch als Sachbeschädigung. Darüber hinaus ist die Verwendung des Hakenkreuzes als Zeichen einer verfassungswidrigen Organisation strafbar.

Pilsinger und Schmid: Gesellschaft immer stärker polarisiert

Bundestagsabgeordneter Pilsinger und Landtagsabgeordneter Schmid zeigen sich besorgt über die Tat. Die Gesellschaft zeige eine immer stärkere Polarisierung: "Die Verrohung und der Hass von Teilen der Gesellschaft nimmt ein bedenkliches Ausmaß an", so beide CSU-Politiker. Man verurteile diese "feige Aktion". Sie zeige, dass man noch entschiedener gegen Extremisten jeglicher Couleur vorgehen müsse. Hier brauche es ein breites bürgerliches Bündnis, sagen Pilsinger und Schmid. Wörtlich schreiben sie: "Wir lassen uns nicht einschüchtern. Wir werden weiterhin für die Demokratie und unseren Rechtsstaat kämpfen!"

Die Polizei wird frühestens am Freitag erste Ermittlungsergebnisse bekannt geben.

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