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Davidstern und Efeu

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    Volksverhetzung – Schüler muss über jüdische Familien schreiben

    Ein 15-Jähriger stand in Gemünden wegen Volksverhetzung vor Gericht und muss nun einen Aufsatz über jüdische Familien im Nationalsozialismus schreiben. In der nicht-öffentlichen Verhandlung habe sich der Schüler einsichtig gezeigt, so das Gericht.

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    Von
    • Sylvia Schubart-Arand

    Ein Mittelschüler aus dem Landkreis Main-Spessart musste sich am Montag wegen Volksverhetzung vor dem Amtsgericht Gemünden verantworten. Als Strafe für den 15-Jährigen ordnete Jugendrichter Volker Büchs einen Aufsatz über Schicksale jüdischer Familien im Nationalsozialismus an.

    Jugendlicher räumt Vorwurf ein

    Der Schüler hatte zugegeben, dass er Bild- und Textdateien mit Nazi-Symbolik an einen minderjährigen Bekannten über eine Messenger-Dienst verschickt hatte. Unter einem Bild von Adolf Hitler hatte er zudem dem Spruch gesetzt: "Der Führer wünscht gute Fahrt – und ordentlich Gas geben." Das hatte ihm eine Anzeige eingebracht.

    In der nichtöffentlichen Verhandlung zeigte sich der 15-Jährige einsichtig, so der Stellvertretende Amtsleiter und Jugendrichter. Durch seine Eltern hat der Jugendliche bereits Konsequenzen erfahren.

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