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Volksbegehren Artenvielfalt
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Autoren

Daniel Knopp
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Volksbegehren Artenvielfalt

Die bislang höchste Beteiligung an einem Volksbegehren in Bayern war im Jahr 1967 verzeichnet worden: 17,2 Prozent der Wahlberechtigten beteiligten sich damals an einem Volksbegehren zur Schulpolitik.

Initiatoren schon jetzt glücklich mit dem Ergebnis

Von einem Traum sprach Agnes Becker, die Initiatorin des Volksbegehrens und ÖDP-Vizechefin, nachdem die Hochrechnungen in der Münchner Muffathalle bekannt wurden: "Das ist jetzt natürlich ein Tag der Freude, jetzt ist es passiert und wir sind dabei das erfolgreichste Volksbegehren seit so vielen Jahren zu werden und das ist super", so Becker.

Bund Naturschutz kritisiert Bauernverband

Für die Verhandlungen mit der Staatsregierung habe man jetzt ein sehr breites Kreuz, so ÖDP-Politikerin Becker. Die Initiatoren des Volksbegehrens würden jetzt zusammenstehen, sagt auch Richard Mergner vom Bund Naturschutz Bayern: "Wenn im Moment Bauern gegen die Natur wirtschaften müssen, dann weil die Rahmenbedingungen falsch sind und die hat die Politik zu verantworten, dass der Bayerische Bauernverband hier nur einen Teil der Bauern vertritt und dass er hier eine Kampagne gegen das Volksbegehren gefahren hat, das ist traurig und schädlich für die bayerische Landwirtschaft", sagte Mergner dem Bayerischen Rundfunk.

Das Volksbegehren habe gezeigt, dass sich viele Menschen eine andere Landwirtschaft wünschen - trotz der scharfen Kampagnen des Bayerischen Bauernverbands, der Millionen an Steuergeldern bekommt, so Mergner weiter.

Viel Selbstvertrauen also für den Runden Tisch, denn schon jetzt ist klar, das Volksbegehren "Artenvielfalt – Rettet die Bienen" ist vermutlich das erfolgreichste Volksbegehren der letzten 50 Jahren.