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Bienen an einem Bienenstock
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Autoren

Katharina Häringer
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Bienen an einem Bienenstock

Agnes Becker faltet, faltet und faltet. 1.000 Plakate will sie in Stadt und Landkreis Passau aufhängen. Auf ihnen steht groß geschrieben „Rettet die Bienen“. Es sind noch drei Wochen bis zum Start des Volksbegehrens.

Beim Aufhängen hilft ihr Urban Mangold, Leiter der ÖDP- Landesgeschäftsstelle. Es regnet und stürmt. Doch die beiden scheinen hoch motiviert zu sein.

"Das Bündnis ist so offen, dass wir uns sogar über die Mitarbeit örtlicher CSU-Funktionsträger freuen. Das freut uns natürlich ganz besonders." Urban Mangold

Volksbegehren will Bio-Landwirtschaft verdoppeln

Darum geht’s bei dem Volksbegehren: Der Anteil von Bio-Landwirtschaft soll in den nächsten sechs Jahren verdoppelt werden. Flächen, die dem Freistaat gehören, sollen zu 100 Prozent ökologisch bewirtschaftet werden. Ziel ist auch, dass aus bislang einzelnen Biotopen in den nächsten zehn Jahren zusammenhängende Biotopflächen werden. Und statt zum Beispiel Raps-Monokulturen soll es mehr Blühwiesen geben.

Hohe Hürde für Volksbegehren

Becker und Mangold hängen die ersten Plakate in der Passauer Innenstadt auf. Menschen zu erreichen, ist für ein Volksbegehren extrem wichtig. Zehn Prozent der wahlberechtigten Bayern müssen binnen 14 Tagen unterschreiben. Becker und ihre Mitstreiter brauchen also fast eine Million Stimmen. Viele Passauer, die hier vorbeikommen, wollen das Volksbegehren unterstützen.

ÖDP ist optimistisch

Seit 1946 gab es in Bayern 20 Volksbegehren. Die meisten scheitern an der hohen Zehn-Prozent-Hürde. Doch ÖDP-Politiker sind Profis, was Volksbegehren angeht. Sie haben damit schon den Bayerischen Senat abgeschafft und den Nichtraucherschutz gestärkt. Vielleicht ist Agnes Becker deshalb so optimistisch.

"Wir haben ein riesen Bündnis geschmiedet, das täglich Zuwachs bekommt. Und ich glaube mit diesem gemeinsamen Kraftakt werden wir diese zehn Prozent schaffen." Angnes Becker, Sprecherin der Initiative