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Volksbegehren Artenvielfalt: 900.000 Unterschriften gesammelt | BR24

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Das Volksbegehren Artenvielfalt ist kurz vor dem Ziel: Drei Tage vor dem Ende der Eintragungsfrist an diesem Mittwoch haben sich nach Angaben der Initiatoren rund 900 000 Menschen beteiligt.

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Volksbegehren Artenvielfalt: 900.000 Unterschriften gesammelt

Nach aktueller Hochrechnung hat das Volksbegehren "Artenvielfalt - Rettet die Bienen" bislang 900.000 Unterschriften gesammelt. Das gab der Trägerkreis in München bekannt. Es sind knapp eine Millionen nötig, damit das Volksbegehren erfolgreich ist.

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Das Volksbegehren Artenvielfalt ist kurz vor dem Ziel: Drei Tage vor dem Ende der Eintragungsfrist am Mittwoch haben sich nach Angaben der Initiatoren rund 900.000 Menschen beteiligt. "Wir haben wirklich einen ganz großen Rückenwind", sagte die Beauftragte des Volksbegehrens, Agnes Becker (ÖDP), in München. Es braucht knapp eine Millionen Unterschriften. Nötig sind die Namen von zehn Prozent aller Wahlbeteiligten in Bayern.

Zuspruch etwas unter den Erwartungen

Die Zahlen vom Wochenende blieben hinter den Erwartungen von Beobachtern zurück. Das zweite Wochenende gilt als besonders wichtig, da die Rathäuser geöffnet haben und viele Menschen Zeit haben, sich einzutragen.

Mitorganisator Norbert Schäffer vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern ist aber sicher, dass die nötigen Unterschriften bis zum Ende der Eintragungsfrist am Mittwoch noch zusammen kommen:

"Es geht aber nicht darum jetzt mit 10,01 Prozent über die Ziellinie zu gehen. Sondern wir wollen ein deutliches, politisches Signal: je mehr Stimmen, je besser. Wir wollen nicht in der Nachspielzeit schnell noch mit einem Tor gewinnen, wir wollen einen Kantersieg.“ Norbert Schäffer, Landesbund für Vogelschutz

Zehn Prozent der Wahlberechtigten müssen sich eintragen

Die Zahl der Organisatoren basiert auf Hochrechnungen: Sie bekommen die Daten darüber, wie viele Menschen sich in die Listen eingetragen haben, von drei Viertel der Kommunen in Bayern zugeschickt. Vor allem kleine Kommunen fehlen aber. Deshalb wird aus den erhaltenen Zahlen hochgerechnet. Nach den Daten der Organisatoren ist der Anteil der Unterzeichner bisher in Utting am Ammersee mit 28,7 Prozent (3.369 Unterschriften) am höchsten, auf Platz zwei folgt Bernried am Starnberger See mit 28,32 Prozent (1.663 Unterschriften), auf Platz 3 ist Baierbrunn im Landkreis München mit 27,9 Prozent (2.165 Unterschriften).

Das will das Volksbegehren

Das Volksbegehren "Rettet die Bienen – Gegen das Artensterben" will ein strengeres Naturschutzgesetz durchsetzen und hat dafür einen Gesetzentwurf vorgelegt, den die Stimmberechtigen in Bayern seit Ende Januar zwei Wochen lang mit ihrer Unterschrift unterstützen können. Das Volksbegehren will unter anderem deutlich mehr Bio in Bayern, mehr Blühwiesen, weniger Pestizide und vernetzte und verbindliche, fünf Meter breite Randstreifen an allen Bächen und Gräben, auf denen die Landwirte keinen Ackerbau betreiben dürfen.

Kritik am Volksbegehren gab es unter anderem vom Bayerischen Bauernverband. Die Landwirte würden zum Sündenbock gemacht, sagte Bauernpräsident Walter Heidl vergangene Woche. Die meisten Maßnahmen würden auf die Landwirtschaft abzielen, von Steingärten vorm Haus und Mährobotern hinterm Haus spreche keiner.

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Nach aktueller Hochrechnung hat das Volksbegehren "Artenvielfalt - Rettet die Bienen" bislang 900.000 Unterschriften gesammelt. Das gab der Trägerkreis in München bekannt. Es fehlen weitere 50.000, damit das Volksbegehren erfolgreich ist.